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Thomas Minder: Abgabe auf Boni ist falsche Lösung

Dieser Inhalt wurde am 08. Mai 2010 - 15:31 publiziert
(Keystone-SDA)

Bern - Von einer Besteuerung von Boni hält der Vater der Abzocker-Initiative nichts. Der Vorschlag des Bundesrates ist aus Sicht des Schaffhauser Unternehmers Thomas Minder "die schlechteste Lösung, um das Problem zu lösen".
Boni in der Höhe von über zwei Millionen Franken zu besteuern bedeute, den Aktionären einen Teil des Unternehmensgewinns wegzunehmen, sagte Minder gegenüber der Westschweizer Zeitung "Le Temps".
Stattdessen müssten den Lohn-Exzessen mit einem Ausbau der Aktionärsrechte bei börsenkotierten Unternehmen begegnet werden. Genau dies sieht Minders Abzocker-Initiative vor.
Nach dem Vorschlag des Bundesrates würden Boni, die vom Unternehmensgewinn abhängen, als Gewinnverteilung betrachtet und besteuert. Damit soll es für Banken weniger attraktiv sein, millionenhohe Boni auszuzahlen.
Die Landesregierung stützte sich beim Vorschlag auf einen Zwischenbericht einer Expertenkommission. Ein konkretes Projekt soll aber erst später folgen. Die SP fordert dagegen sofortige Massnahmen, ansonsten will sie dem UBS-Staatsvertrag mit den USA nicht zustimmen.

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