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Der Nachrichten- und Informationsanbieter Thomson Reuters forciert trotz einiger Fortschritte in seiner Finanzsparte den Sparkurs. Das Unternehmen kündigte am Dienstag den Abbau von 3000 Stellen an.

Der Bloomberg-Rivale hatte zuletzt bereits 1000 Jobs gestrichen. Ausserdem sinkt die Beschäftigtenzahl, weil Randaktivitäten abgestossen werden. Der Konzern hat derzeit rund 60'000 Mitarbeiter.

Zahlreiche Finanzinstitute - wichtige Kunden von Thomson Reuters - haben als Folge der Krise selbst den Rotstift angesetzt und Tausende Stellen gestrichen. "Ich denke, jeder auf der Welt versucht, mit weniger mehr zu machen", sagte Thomson-Reuters-Chef Jim Smith.

Deswegen werde der Druck nicht nachlassen, die Kosten auch in Zukunft zu drücken. Smith ergänzte, in den kommenden Quartalen mit weiteren Herausforderungen zu rechnen, vor allem im Geschäft mit Grossbanken.

Kurzfristig kostet der neuerliche Stellenabbau das Unternehmen viel Geld: Weitere 350 Mio. Dollar sind als Sonderlasten dafür vorgesehen. In der Regel wird das Geld vor allem für Abfindungen benötigt. Der Konzern hatte Anfang des Jahres dafür bereits 100 Mio. Dollar verbucht.

Umsatz wächst

Thomson Reuters konnte im dritten Quartal indes auch Erfolge verbuchen. Das Unternehmen ist in seiner von der Bankenkrise besonders gebeutelten Finanzsparte erstmals seit 2011 wieder gewachsen. Dadurch begünstigt kletterte der Konzernumsatz vor Währungseffekten um 2 Prozent auf 3,07 Mrd. Dollar, wie das Unternehmen weiter mitteilte.

Auch von Anwaltskanzleien und Wirtschaftsprüfern, die Daten und Nachrichten von Thomson Reuters beziehen, kamen höhere Einnahmen. Der operative Gewinn stagnierte dagegen bei 548 Mio. Dollar.

Konzernchef Jim Smith sagte, er rechne in den kommenden Quartalen mit weiteren Herausforderungen, vor allem im Geschäft mit Grossbanken. Viele Finanzinstitute bauen seit Jahren Tausende Stellen ab.

Der Konzern war 2008 aus der Übernahme der britischen Nachrichtenagentur Reuters durch den kanadischen Informationsanbieter Thomson entstanden. Wie beim US-Konkurrenten Bloomberg sind Banken und Fonds die Kunden mit den höchsten Umsätzen.

SDA-ATS