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Wetterextreme vermiesen den Schweizer Bauern die heurige Ernte. Dank einem Aufschwung bei der Tierproduktion dürfte ihnen unter dem Strich trotzdem mehr Geld im Portemonnaie bleiben als 2012. Nach ersten Schätzungen steigt das Einkommen des Sektors 2013 um 8 Prozent.

Erst zu kalt und zu nass, dann zu trocken: Wegen der ungünstigen Witterung wird die pflanzliche Produktion dieses Jahr um 5,4 Prozent oder 229 Millionen Franken einbrechen, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) prognostiziert.

Bei den Kartoffeln etwa wird mit der schlechtesten Ernte seit 100 Jahren gerechnet. Der Ackerbau wird insgesamt einen Rückgang von 10 Prozent zu verkraften haben. Auch der Futterbau litt, während der Obst-, Gemüse-, Wein- und Gartenbau, der rund 60 Prozent der pflanzlichen Produktion ausmacht, immerhin das Vorjahresniveau halten kann.

Mehr Glück im Stall

Demgegenüber wird die tierische Produktion 2013 wertmässig um voraussichtlich 6 Prozent oder 280 Millionen Franken zulegen. Der während langer Zeit übersättigte Schweinemarkt erholte sich derart, dass hier gemäss BFS ein sattes Plus von 21,3 Prozent zu erwarten ist. Die Geflügel- und Eierproduktion dürfte um 6,8 Prozent steigen, die Milchproduktion um 0,9 Prozent.

Mittlerweile macht die Tierproduktion 49 Prozent der landwirtschaftlichen Erzeugung aus. Der gesamte Produktionswert nahm gemäss der Gesamtrechnung des BFS 2013 um 0,8 Prozent auf gut 10 Milliarden Franken zu. 1990 lag dieser Wert allerdings noch bei über 14 Milliarden Franken, seit 2000 schwankt er in der Grössenordnung von 10 bis 11 Milliarden.

Fast ein Fünftel des Einkommens vom Staat

Die Direktzahlungen der öffentlichen Hand gehen um 0,5 Prozent zurück. Mit 2,9 Milliarden Franken machen diese Subventionen heute 22 Prozent der Gesamtressourcen des Agrarsektors aus. Die Produktionskosten sinken um 1,5 Prozent.

Der Saldo, das heisst das Nettounternehmenseinkommen der Bauernfamilien, wird für 2013 auf über 2,9 Milliarden Franken geschätzt, was gegenüber dem Vorjahr einer Zunahme von 8 Prozent entspricht. Das gesamte vom Agrarsektor erzeugte Entgelt für Arbeitnehmende und Selbständige wächst laut BFS um 5,3 Prozent (2012: -3%).

Vorausgesetzt, dass sich der Trend hin zu weniger Betrieben und Beschäftigten 2013 fortsetzt, wird sich das landwirtschaftliche Arbeitsvolumens gemäss der Prognose des BFS gegenüber 2012 um 1,2 Prozent reduzieren. Das Entgelt pro Arbeitseinheit nimmt gegenüber dem Vorjahr um 6,6 Prozent zu (2012: -1,8%).

SDA-ATS