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Dem "Nouveaux Réalistes"-Mitbegründer Arman widmet das Tinguely-Museum in Basel eine Werkschau. Die Ausstellung, die in Kooperation mit dem Pariser Centre Pompidou entstanden ist, umfasst rund 80 Werke - Leihgaben von Museen und Privaten aus aller Welt.

Die Werkschau - die erste in der Schweiz des 2005 verstorbenen Arman - bietet laut dem Museum einen Überblick über das Oeuvre von den frühen 1950er-Jahren bis zum Spätwerk der 1990er-Jahre. Gezeigt werden auch diverse Filme in Grossprojektion. Die Ausstellung öffnet am Mittwoch ihre Tore und dauert bis zum 15. Mai 2010.

Arman, alias Armand Pierre Fernandez, bezeichnete sich selber als "Archäologe der Gegenwart". Er verfolgte den Leitgedanken der Nouveaux Réalistes, das "Abenteuer des wirklichen Sehens", wie es in einem Museumstext heisst. Als Objektkünstler verarbeitete er immer wieder Alltagsobjekte, die er auf verschiedene Weise verfremdete.

So thematisierte er etwa mit Akkumulationen gleicher Gegenstände in Skulpturform die Konsumgesellschaft mit Massenproduktion und Wegwerfmentalität. Auch nutzte er Fundstücke für Abdrucke, quasi Objet-trouvé-Stempelbilder. In den 1960ern ging er zu spektakulären Kunst-Aktionen über, die oft irritierend zerstörerisch ausfielen.

Müll zu Kunst

Einen Skandal provozierte Arman 1960, als er unter dem Titel "le Plein" eine Galerie komplett mit Müll füllte - seine Antwort auf Yves Kleins "le Vide", eine leere weiss gestrichene Galerie. Damals verkehrten beide Künstler auch mit Daniel Spoerri, Jean Tinguely und anderen, mit denen sie die "Nouveau Réalistes" gründeten.

Müll in Kunst verwandelte Arman auch bei seinen "Poubelles"-Werken der 70er, erst hinter Plexiglas, dann in Polyester gegossen. Später formte er aus Musikinstrumenten Konterfeis von Musikern nach - er war in erster Ehe mit der Komponistin Eliane Radigue liiert - und fand Ende 80er neben der Plastik auch zur Malerei zurück.

Das Tinguely-Museum zeichnet die künstlerische Entwicklung Armans in sieben thematischen Kapiteln nach. Filme, an denen er mitgearbeitet hatte, verbinden dabei manche Elemente und sollen seine Ideen und Konzepte sinnlich nachvollziehbar machen.

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SDA-ATS