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Tinguely-Museum zeigt Kunst-Einflüsse aufs Auto

Das Automobil als Inspirationsquelle für die Kunst in den letzten hundert Jahren ist Thema der neuen Sonderausstellung "Fetisch Auto" im Basler Museum Tinguely. Rund 160 Werke von 80 Künstlern sind ab Mittwoch bis im Oktober auf gut 1600 Quadratmetern zu sehen.

Das Auto spiegle "in herausragender Weise die gesellschaftliche und kulturelle Entwicklung", stellt das Tinguely-Museum fest. Als Beleg führt es Werke an beispielsweise von Andy Warhol, Gerhard Richter oder Robert Frank. Das Auto sei nicht nur Transportmittel, sondern auch mobiles Wohnzimer, Fluchtmittel und Profilierungs-Objekt.

Der Blick durch die Windschutzscheibe sei prägend für das Raum- und Zeitgefühl sowie die Wahrnehmung und den Rhythmus' des modernen Lebens seit Anfang des 20. Jahrhunderts. Nicht einmal stockender Kolonnenverkehr könne diesen symbolischen und oft irrationalen Überbau des Auto-Bewusstseins ernsthaft erschüttern.

Fetischismus in Sachen Auto

Die Moderne hat zwar laut Museum den Fetischismus als projektiven Akt gegenüber dem Objekt verdrängt. Er sei aber nicht verschwunden, sondern auch heute noch gingen von Dingen "formative Kräfte aus", die Einstellungen und anderes enthalten. Erörtert werden in der Schau Waren-, sexueller und religiöser Fetischismus in Sachen Auto.

Zum 125. Geburtstag des Automobils im laufenden Jahr werden auch historische Phantasien betrachtet, welche das Auto ausgelöst hat. So reist man von futuristischen Gesellschaftsentwürfen nach 1900 über den American Way of Life der 60er- und 70er-Jahre samt Pop Art bis zu kritischen Ansätzen zeitgenössischer Kunstschaffender.

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