Erster im Training am Morgen, am Nachmittag dann mit geringem Abstand Zweiter - in der kombinierten Zeitentabelle vom Freitag ergibt dies für Tom Lüthi in Montmeló die Moto2-Tagesbestzeit.

Die Konkurrenz ist dem WM-Dritten aus dem Emmental allerdings eng auf den Fersen. Der Katalane Alex Marquez, der die letzten zwei Grands Prix in Le Mans und Mugello und 2017 auch in Montmeló schon gewonnen hat, büsste in seiner engeren Heimat als Tages-Zweiter nur 0,060 Sekunden auf Lüthi ein. Der WM-Leader Lorenzo Baldassarri, obwohl nur Neunter am Freitag, liegt keine drei Zehntel zurück.

Schon in den ersten Trainingsminuten war Tom Lüthi rund eine halbe Sekunde schneller unterwegs als bei den wenig verheissungsvollen Testfahrten vor drei Wochen auf der gleichen Strecke. Der Berner hatte Montmeló mit einigen Fragezeichen im Gepäck verlassen. Danach in Mugello, wo er als Dritter auf dem Podest stand, stellten sich bezüglich der Abstimmung der Kalex deutliche Fortschritte ein.

"Der Grundspeed stimmt auch hier. Doch für eine schnelle Runde muss ich recht viel Risiko nehmen. Was ich auf der Strecke aber so sehe, geht das den Konkurrenten ähnlich", analysierte Lüthi, der für den Grand Prix von Katalonien am Sonntag zumindest auf einen Podestplatz, wenn nicht sogar den persönlich 18. Sieg hoffen darf.

Aegerter eine Sekunde zurück

Dominique Aegerter war knapp eine Sekunde langsamer als sein Landsmann. Diese reichte für den MV Agusta-Fahrer zum 21. Platz. "Ich bin noch nicht dort, wo ich sein möchte. Aber ich sehe, dass es beim Motorrad kontinuierlich leichte Fortschritte gibt", stellte Aegerter das Positive in den Vordergrund.

Schnellster in der Königsklasse MotoGP war einmal mehr Fabio Quartararo. Der Klassenneuling aus Frankreich war am ersten Trainingstag in Katalonien auf der Yamaha um fast drei Zehntel schneller als die Konkurrenz, die von Ducati-Werkfahrer Andrea Dovizioso (ITA) angeführt wurde.

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