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Dicken Drogenfisch an Land gezogen: Auf einem Schiff vor Ecuadors Küste entdeckte die Polizei 5,5 Tonnen Kokain. (Symbolbild)

KEYSTONE/AP/DARIO LOPEZ-MILLS

(sda-ats)

Die ecuadorianische Polizei hat 5,5 Tonnen Kokain auf einem Frachter im Pazifischen Ozean beschlagnahmt. Das unter panamaischer Flagge fahrenden Schiff war kurz vorher aus dem Hafen von La Libertad ausgelaufen.

21 Mitglieder eines internationalen Drogenrings unter Führung eines Spaniers und eines Kolumbianers seien festgenommen worden, wie das das Innenministerium in Quito am Freitag (Ortszeit) bekanntgab. Die Ladung sollte in die USA und nach Europa gebracht werden. An dem Einsatz seien die Polizei von Ecuador sowie ausländische Drogenfahnder beteiligt gewesen.

Den Angaben zufolge entdeckten die Ermittler am Donnerstag auf dem Frachter "Kraken I" 5070 Kokain-Pakete mit einem Gesamtgewicht von 5,53 Tonnen. Der Marktwert der Drogenladung wurde auf mindestens 250 Millionen Dollar geschätzt.

Das Schiff mit der illegalen Ladung sollte von der Provinz Santa Elena im Südwesten Ecuadors nach Panama fahren und dann weiter nach Spanien. Als Vorwand für die Reise nach Europa sollte eine angebliche Überholung des Schiffs dienen.

Transitland Ecuador

Unter den Festgenommenen ist der spanische Anführer der Bande. Die anderen Mitglieder stammen aus Panama, Kolumbien, Kuba, Peru, Venezuela, Honduras sowie Saudi-Arabien.

Im vergangenen Jahr hatten die ecuadorianischen Behörden eine Rekordmenge von 110,4 Tonnen Drogen gefunden und hundert Banden zerschlagen. Während der Drogenanbau in Ecuador keine Rolle spielt, ist der südamerikanische Staat ein wichtiges Transitland für den Rauschgifthandel. Das benachbarte Kolumbien ist mit einer Anbaufläche von 96'000 Hektar der grösste Koka-Produzent der Welt. Koka-Blätter sind der Grundstoff für Kokain.

SDA-ATS

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