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Nach dem gewaltsamen Tod Dutzender Oppositioneller wenden sich Generäle, Botschafter und Stammesführer vom jemenitischen Präsidenten Ali Abdullah Saleh ab. Eine der wichtigsten Stützen des Regimes, Salehs Halbbruder General Ali Mohsen al-Ahmar, stellte sich am Montag gegen den Präsidenten.

Mohsen schloss sich den Demonstranten auf dem Taghier-Platz in Sanaa an, die seit Wochen den Rücktritt des Präsidenten fordern. Er begründete seinen Schritt mit der "tiefen Krise, in der das Land steckt".

Mohsen beklagte im Sender Al-Dschasira die Unterdrückung friedlicher Demonstranten und warnte vor einem Bürgerkrieg. Die Regierung handle illegal und gegen die Verfassung. Die Rechtsstaatlichkeit sei nicht gewährleistet, sagte Mohsen.

Der General, der in den vergangenen Jahren mehrere Offensiven gegen die schiitischen Houthi-Rebellen im Nordwesten Jemens befehligt hatte, soll gute Kontakte zum Herrscherhaus des Nachbarlandes Saudi-Arabien haben.

Elite läuft zu Opposition über

Wie der TV-Sender Al-Dschasira berichtete, haben sich zwei weitere Generäle von Saleh losgesagt. Andere führende Politiker und Militärs erklärten ihren Rücktritt, was Mohsen nicht tat. Auch die Botschafter in Syrien und Saudi-Arabien gaben ihr Amt auf. Nach Informationen des Nachrichtensenders Al-Arabija quittierten zudem Dutzende Offiziere der Armee und des Innenministeriums den Dienst.

Der Botschafter in Syrien begründete seinen Abtritt mit dem "Massaker auf dem Taghjir-Platz". Dort hatten Heckenschützen am Freitag 52 Menschen erschossen. Daraufhin erklärte der Präsident den Notstand und entliess die Regierung. Offenbar wollte Saleh damit einem geplanten Massenrücktritt von Kabinettsmitgliedern zuvorkommen.

Für Saleh ist die Rücktrittswelle ein schwerer Rückschlag. Als erster westlicher Diplomat forderte Frankreichs Aussenminister Alain Juppé den Präsidenten zum Rücktritt auf.

Saleh erklärte laut dem Fernsehsender Al-Arabija, er werde von dem Mehrheit der Bevölkerung unterstützt und werde im Amt bleiben. Der mächtige Stammesfürst Scheich Sadek al-Ahmar forderte den Präsidenten zu einem "ehrenvollen Abgang" auf.

Scheich Ahmar sagte dem Sender Al-Dschasira, er erkläre "im Namen aller Mitglieder seines Stammes", sich der Revolution anzuschliessen. Der Chef des mächtigen Hasched-Bundes, dem auch der Präsident selbst angehört, forderte zudem Saleh auf, Blutvergiessen zu vermeiden und sich für einen ehrenvollen Rücktritt vom Amt zu entscheiden.

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SDA-ATS