Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Sicherheitskräfte im Jemen haben am Samstag mindestens sechs Demonstranten getötet. Mit Tränengas und scharfer Munition gingen sie gegen protestierende Regierungsgegnern in mehreren Städten vor.

Mehrere der Opfer wurden nach Angaben von Augenzeugen in den Kopf getroffen. Ärzte berichteten von mehr als 250 Verletzten. In Sanaa stürmten die Sicherheitskräfte am frühen Morgen ein Zeltlager von Oppositionellen auf einem zentralen Platz der Hauptstadt. Dabei wurde ein Regierungsgegner tödlich getroffen.

Zudem sei ein kleiner Junge tödlich am Kopf getroffen worden, sagte ein Arzt der Nachrichtenagentur Reuters. Ein Mann, der die Auseinandersetzung von seinem Bürofenster aus beobachtete, sei gestorben, nachdem er von einem Querschläger getroffen worden sei, hiess es in Sicherheitskreisen.

Unter dem Einsatz von Schlagstöcken, Messern und besonders starkem Tränengas waren Hunderte Sicherheitskräfte nach Augenzeugenberichten noch vor Sonnenaufgang in das Zeltlager in Sanaa eingedrungen. Dort harren Demonstranten seit Wochen aus und fordern den Rücktritt des langjährigen Präsidenten Ali Abdullah Saleh.

Ärzte berichteten, die Polizei verweigere medizinischem Personal den Zugang zum Lager. Das Innenministerium beschuldigte die Demonstranten, das Feuer eröffnet zu haben. 161 Polizisten seien verletzt worden.

Mit Kopfschüssen getötet

In der südlich gelegenen Stadt Mukalla starb ein Zwölfjähriger, als die Polizei dort scharfe Munition einsetzte, um die Demonstranten auseinanderzutreiben. Auch in Dar Saad in der Provinz Aden im Süden ging die Polizei mit Schusswaffen und Tränengas gegen tausende Demonstranten vor und tötete drei Menschen mit Kopfschüssen, wie ein Spitalmitarbeiter sagte.

Auch in der 200 Kilometer weiter südlich gelegenen Stadt Tais kam es zu Zusammenstössen zwischen der Polizei und den Aufständischen. "Sicherheitskräfte in zivil schossen auf die Demonstranten", sagte einer der Rebellenanführer. Am Vortag hatten landesweit so viele Menschen wie nie zuvor den Rücktritt Salehs gefordert. Sie lehnten sein Angebot einer neuen Verfassung ab.

Die USA zeigten sich bestürzt über die jüngsten Entwicklungen und riefen zur Ruhe auf. Wenn es keinen Dialog geben werde, blühe dem Jemen das gleiche Schicksal wie Libyen. Die USA befürchten, dass ein Sturz Salehs ein Machtvakuum erzeugen könnte, das islamistische Extremisten ausnutzen könnten.

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

SDA-ATS