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Die Favoriten für die Tour de France ziehen die Dauphiné-Rundfahrt der Tour de Suisse vor. Die Schweizer Rundfahrt wird so ab Samstag zum Treffen der Spezialisten für Eintagesrennen.

Die Startliste der Schweizer Rundfahrt lässt sich sehen, obwohl Fahrer wie Chris Froome, Alberto Contador oder Richie Porte fehlen. Olympiasieger Greg van Avermaet, Weltmeister Peter Sagan und Philippe Gilbert, der ehemalige Weltmeister und diesjährige Sieger der Flandern-Rundfahrt und des Gold Race, starten am Samstag zur 81. Ausgabe der Tour de Suisse, die in Cham beginnt und nach neun Tagen und total 1164 Kilometern in Schaffhausen endet.

Das Trio zählt primär zu den Aspiranten auf einen Tagessieg, gehört aber nicht zu den ersten Anwärtern auf den Gesamtsieg. Für die Gesamtwertung kommen andere Fahrer in Frage, primär solche, die in ihren Teams bei den grossen Rundfahrten nicht oder noch nicht zum Zug kommen oder ihren Fokus zumindest nicht auf die Tour de France legen.

Viele Anwärter auf Gesamtsieg

Ein Blick auf die Siegerliste der letzten Jahre unterstreicht diesen Fakt. Mit dem Portugiesen Rui Costa (Sieger 2012 bis 2014), dem Slowenen Simon Spilak (2015) und dem Kolumbianer Miguel Angel Lopez (2016) gewannen zuletzt Fahrer der zweiten Garde die Tour de Suisse. Die Sieger der letzten fünf Austragungen starten auch 2017. Zusammen mit dem Spanier Ion Izagirre, dem Zweiten des Vorjahrs, sowie dem BMC-Duo Tejay van Garderen/Damiano Caruso gehören sie zum breiten Feld der Sieganwärter.

Ein heisser Kandidat für einen Spitzenplatz in der Schlussabrechnung ist auch Tom Dumoulin. Der Niederländer gewann im Mai mit dem Giro d'Italia erstmals eine grosse Rundfahrt. Nach dem Triumph bei seinem persönlichen Saisonhöhepunkt stellt sich die Frage, ob der 26-Jährige seine Form konservieren kann. An der Tour de Suisse hat Dumoulin seine Spuren 2015 hinterlassen, als er im Gesamtklassement dank Siegen in den beiden Zeitfahren auf Platz 2 gefahren ist.

Schweizer Trümpfe Frank und Reichenbach

Zu den Rundfahrten-Spezialisten der zweiten Garde gehören auch mehrere Schweizer. Der Zentralschweizer Mathias Frank zum Beispiel, der an der Tour de France dem Franzosen Romain Bardet im Team AG2R zu einem Spitzenrang verhelfen soll, darf bei seinem Heimauftritt auf eigene Rechnung fahren. Ebenfalls als Leader seiner Equipe (FDJ) ist der Walliser Sébastien Reichenbach vorgesehen.

Während Frank und Reichenbach auf das Gesamtklassement fahren werden, spekulieren die anderen der total neun gemeldeten Schweizer primär auf einen Tagessieg. Zu erwähnen sind in erster Linie die Thurgauer Michael Albasini und Stefan Küng. Allrounder Albasini gewann bereits dreimal (2005, 2009 und 2012) eine Etappe der Schweizer Rundfahrt.

Küngs Debüt

Küng, der von viel Verletzungspech geplagte Schweizer Radsport-Hoffnungsträger, startet in seinem dritten Profijahr erstmals an der Schweizer Rundfahrt. Der 23-Jährige hofft unter anderem auf Spitzenergebnisse im Prolog am Samstag und im abschliessenden Zeitfahren in Schaffhausen. Küng ist aber auch an den anderen Tagen viel zuzutrauen - wie an der Tour de Romandie, an der er bereits zweimal (2015 und 2017) als Erster über die Ziellinie gefahren ist.

Speziell ist der Auftakt der Rundfahrt für Martin Elmiger und Gregory Rast. An den ersten beiden Tagen in Cham fährt die Tour de Suisse buchstäblich an der Haustüre der beiden Routiniers vorbei. Der 38-jährige Elmiger hat im Winter bei BMC nicht zuletzt deshalb noch einmal einen Vertrag unterschrieben, weil sein Heimatverein Cham-Hagendorn die ersten Etappen organisiert. Bereits im letzten Jahr überzeugte Elmiger als Vierter des Prologs in Baar in seiner engeren Heimat.

Nicht am Start ist Küngs und Elmigers Teamkollege Silvan Dillier. Der Aargauer, der in der 6. Etappe des Giro den bisher wertvollsten Schweizer Sieg in dieser Saison herausfuhr, wurde vom Rennstall BMC kurzfristig aus dem Aufgebot gestrichen.

Bewährtes "Hub"-Konzept

Wie 2016 in Baar und 2015 in Risch-Rotkreuz beginnt und endet die Tour de Suisse an einem "Hub". Das Konzept mit mehrtägigen Festen am selben Ort - dieses Jahr in Cham und zum Abschluss in Schaffhausen - hat sich aus Sicht der Organisatoren bewährt und soll auch künftig fortgeführt werden.

Zwischen den beiden Wochenenden haben die 176 Fahrer der 22 teilnehmenden Teams 17'490 Höhenmeter und 16 Bergpreise zu bewältigen. Die Königsetappe führt am Donnerstag von Locarno via San Bernardino und Albula nach La Punt. Am Tag darauf macht der Tross zum dritten und vorerst letzten Mal einen Abstecher nach Sölden in Österreich.

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SDA-ATS