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Der als pro-chinesisch geltende Chef der Kommunistischen Partei (KP) Vietnams hat sich im Machtkampf mit Reformern durchgesetzt. Das neu formierte Zentralkomitee bestätigte Nguyen Phu Trong am Mittwoch im Amt des Generalsekretärs, wie Staatsmedien berichteten.

Den mächtigen Parteiposten wollte dem Vernehmen nach auch der eher prowestliche Ministerpräsident Nguyen Tan Dung. Sein Lager fand unter den zur Zeit in Hanoi tagenden Parteitagsdelegierten aber keine Mehrheit. Dung muss nach zwei Amtsperioden abtreten. Kommentatoren sagen, dass die Öffnung Vietnams auch unter Trong weitergehe, womöglich nur langsamer.

Der Einparteienstaat hat wie der mächtige Nachbar China längst eine Wirtschaft mit kapitalistischen Zügen. Chinas Territorialansprüche im Südchinesischen Meer direkt vor der vietnamesischen Küste haben eine schwere Krise zwischen den Nachbarn ausgelöst.

Dung vertiefte in letzter Zeit die Beziehungen zu den USA. Die KP sitzt in den südostasiatischen Land mit 93 Millionen Einwohnern nach wie vor fest im Sattel.

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SDA-ATS