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Rom - Erstmals in Italien wird das Personal eines Opernhauses auf Kurzarbeit gestellt. Die rund 300 Mitarbeiter des traditionsreichen Theaters Carlo Felice in Genua sind seit dieser Woche auf Kurzarbeit.
Ihnen droht die Entlassung, da das Theater Schulden in Höhe von 17 Millionen Euro angesammelt hat, berichteten italienische Medien am Montag. Die Bürgermeisterin von Genua, Marta Vincenzi, warnte, dass in den Gemeindekassen kein Geld für die Zahlung der Gehälter vorhanden sei.
Vor eineinhalb Jahren wurde das schwerverschuldete Theater unter Aufsicht eines Sonderverwalters gestellt. Dieser konnte jedoch keine Lösung für die finanziellen Schwierigkeiten finden und warf kürzlich das Handtuch. Seitdem ist das Opernhaus führungslos. Die Gewerkschaften drohen mit der Besetzung des Theaters, sollte die Regierung nicht sofort eingreifen und eine Lösung finden.
Auch Verona hat SchuldenSchwere Schulden belasten mehrere bekannte Opernhäuser in Italien. Sowohl das Theater San Carlo in Neapel als auch die Arena von Verona wurden deswegen unter Aufsicht eines Sonderverwalters gestellt. Die italienische Regierung hat aus Spargründen die öffentliche Subventionen für Theater stark gekürzt.
Gemäss einem kürzlich verabschiedeten Gesetz dürfen Opernhäuser ab 2012 nur Mitarbeiter anstellen, wenn Personal im Vorjahr in Pension gegangen ist. Die Kollektivverträge der von den Opernhäusern angestellten Künstler werden künftig zwischen den Gewerkschaften und jener Behörde ausgehandelt, die in Italien für die Verträge in der öffentlichen Verwaltung zuständig ist.
Balletttänzer werden mit 45 Jahren und nicht mehr mit 52 wie bisher in den Ruhestand treten können.

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SDA-ATS