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Belastetes Trinkwasser in Tokio, Probleme im Atomkraftwerk Fukushima und Nachbeben: In Japan ist knapp zwei Wochen nach der Erdbebenkatastrophe keine Entspannung in Sicht. Auch in der Hauptstadt Tokio ist nun das Trinkwasser stärker radioaktiv belastet.

Babys sollen deshalb kein Leitungswasser mehr trinken. In einer Wasseraufbereitungsanlage, die einen grossen Teil des Leitungswassers für Tokio liefert, wurden in einigen Proben 210 Becquerel Jod 131 pro Liter Wasser gemessen.

Der Grenzwert für Kleinkinder liegt bei 100 Becquerel. Die Behörden empfahlen deshalb, Säuglingen kein Leitungswasser zu geben. Auch damit zubereitetes Milchpulver ist tabu. Für Erwachsene oder Kinder stelle das Wasser keine unmittelbare Gefahr dar, hiess es. Der Grenzwert für Erwachsene liegt bei 300 Becquerel.

Nicht nur das Trinkwasser, auch Lebensmittel sind zunehmend radioaktiv belastet. Erhöhte Werte wurden am Mittwoch in Broccoli entdeckt, der in der Region um die Anlage angebaut wurde. Zuvor waren unter anderem bereits in Spinat und Milch erhöhte Werte gemessen worden. Das Gesundheitsministerium ordnete zusätzliche Messungen bei Meerwasser und Meeresfrüchten an.

Einsatzkräfte von Block 2 abgezogen

Im Katastrophen-AKW Fukushima war die Lage nach wie vor nicht unter Kontrolle. Arbeiter mussten die Anlage erneut verlassen, nachdem schwarzer Rauch aus Reaktor 3 aufstieg. Nach einem Anstieg der Radioaktivität beim Reaktor 2 waren zuvor bereits die Einsatzkräfte von dort abgezogen worden.

Eigentlich wollten die Arbeiter versuchen, den Strom in den Problemmeilern wieder herzustellen. Damit soll das kaputte Kühlsystem angeworfen werden, um so eine drohende Kernschmelze aufzuhalten.

Der Reaktor konnte wegen der Probleme nicht wie geplant mit Wasser besprüht werden. Zudem bestehen Sorgen, weil die Temperaturen in Reaktor 1 und 3 stiegen.

In Fukushima wurde am Mittwoch wieder deutlich höhere Radioaktivität festgestellt als in den Tagen zuvor. Kurz nach Entdeckung des Rauchs aus Reaktor 3 betrug die Belastung nach Angaben der Atombehörde 283,7 Mikrosievert. Zwei Stunden zuvor lag sie demnach sogar bei 435 Mikrosievert.

Auch ausserhalb der Sicherheitszone von 30 Kilometern um das Atom-Wrack könnte nach Schätzungen der Regierung womöglich stark erhöhte radioaktive Strahlung auftreten. Die Evakuierungszone - sie beträgt 20 Kilometer - soll dennoch nicht erweitert werden.

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SDA-ATS