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Nach dem Felssturz in Preonzo TI haben die Geologen am Mittwoch vorläufig Entwarnung gegeben. Neue Abbrüche am Gipfel des Valegion würden nicht erwartet, teilte der Gemeindepräsident Fabio Pasinetti nach einer Sitzung mit den Fachleuten vom Kanton mit.

Die Kantonsstrasse wurde am Donnerstag wieder geöffnet. Ein Steinschlag-Risiko für Autofahrer bestehe nicht mehr, hiess es. Die evakuierte Industriezone bleibe dagegen noch bis Montag gesperrt.

Für das Wochenende, vor allem am Sonntag, seien starke Regenfälle angesagt. Es sei zu erwarten, dass Geröll und Sand ins Tal gespült würden. Welchen Weg sich Schutt und Wasser dabei suchten, sei schwer vorhersehbar.

Der Erdrutsch habe den Lauf des Bergbaches Valegion verändert, erläuterte der Gemeindepräsident gegenüber Medienvertretern. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass bei starkem Niederschlag Gebäude durch Schlammlawinen in Mitleidenschaft gezogen würden.

Die verantwortlichen Ingenieure würden am Wochenende gemeinsam mit dem Zivilschutz die Situation beobachten, sagte Pasinetti. Am Montag solle entschieden werden, ob in den sechs Betrieben die Arbeit wieder aufgenommen werden könne.

Kein Abbruchrisiko

Der Berg zeigte sich am Mittwoch ruhig. Im Vergleich zum Dienstag hatten die Bewegungen an der Abbruchstelle deutlich abgenommen. Nur kleine Mengen an Geröll und Sand rutschten von Zeit zu Zeit nach. Grössere Staubwolken wurden vor allem durch den starken Wind verursacht.

Den Geologen sei es am Mittwoch gelungen, neue Messgeräte oberhalb der Abbruchstelle zu positionieren, sagte Pasinetti. Die ersten Ergebnisse seien beruhigend. Erdbewegungen wurden nicht registriert.

Die grossen Risse im Fels, die auf Helikopter-Aufnahmen deutlich zu erkennen seien, stellen demnach aktuell keine Gefahr dar. Die Zone werde weiter laufend überwacht.

300'000 Kubikmeter Geröll abgerutscht

Oberhalb von Preonzo am Valegion war es in der Nacht von Montag auf Dienstag zu einem Felssturz gekommen. Insgesamt rutschten rund 300'000 Kubikmeter Gesteinsmassen ab. Der Abbruch erfolgte in mehreren Phasen und verursachte keine Schäden.

Die Gemeinde war auf den Felssturz vorbereitet. Sensoren, die seit den 1990er Jahren die Gefahrenzone überwachen, hatten seit dem vergangenen Wochenende auf stark erhöhte Erdbewegungen am oberen Hang hingewiesen.

SDA-ATS