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Kabul - Ungeachtet der Welle der Gewalt im Irak hält US-Präsident Barack Obama an seinen Rückzugsplänen fest. Nach sieben Jahren Krieg seien die US-Soldaten jetzt dabei, ihre Kampfmission zu beenden, bekräftigte Obama am Samstag.
Zwar würden US-Soldaten weiterhin irakische Truppen ausbilden und sie im Anti-Terror-Kampf unterstützen. "Aber das Resultat ist: Der Krieg geht dem Ende zu", sagte Obama in seiner wöchentlichen Radioansprache.
"Als ich für dieses Amt kandidiert habe, habe ich versprochen, diesen Krieg zu beenden", sagte Obama, der sich in der Irak-Frage stets um Distanz zu seinem Vorgänger George W. Bush bemühte. "Als Präsident tue ich nun genau das. Seit meinem Amtsantritt sind mehr als 90'000 Soldaten nach Hause zurückgekehrt."
"Und Ende nächsten Jahres werden alle unsere Soldaten zu Hause sein". Danach stehe es dem Irak frei, "so wie jede souveräne, unabhängige Nation" seinen eigenen Kurs zu bestimmen.
Allawi kritisiert AbzugKritisch über den Abzug der Amerikaner äusserte sich Iraks ehemaliger Ministerpräsident Ijad Allawi. Er befürchtet, dass es nach dem offiziellen Ende des US-Kampfeinsatzes zu einem Rückfall in die blutigen Jahre 2006 und 2007 kommt.
"In den sieben Jahren, in denen sie (die US-Truppen) hier waren, haben wir für uns selbst nichts erreicht", sagte Allawi in einem Interview des Nachrichten-Magazins "Der Spiegel".
Offiziell enden die Kampfeinsätze der Amerikaner am Dienstag (31. August). Dann wird Obama eine feierliche Rede an die Nation halten (Mittwoch 2 Uhr MESZ). Allerdings bleiben zunächst rund 50'000 amerikanische Soldaten im Irak.
Unterdessen wurden nach Angaben des US-Militärs am Samstag vier mutmassliche Mitglieder des Terrornetzwerks Al-Kaida im Irak bei gemeinsamen Operationen von US-Soldaten und irakischen Sicherheitskräften festgenommen.

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SDA-ATS