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Trump will Putin zum Stopp von Wahleinmischung aufgefordert haben

Bemüht sich um Schadensbegrenzung: US-Präsident Donald Trump.

KEYSTONE/EPA/MICHAEL REYNOLDS

(sda-ats)

US-Präsident Donald Trump versucht, die massive Kritik an seinen Äusserungen beim Gipfeltreffen mit Russlands Staatschef Wladimir Putin abzuwiegeln. Er habe Putin mitgeteilt, die USA würden keine Einmischung in ihre Wahlen tolerieren, sagte er in einem TV-Interview.

Er würde Putin persönlich für eine russische Einmischung bei der Präsidentschaftswahl 2016 verantwortlich machen, sagte Trump am Mittwoch auf eine entsprechende Frage in einem Interview des TV-Senders CBS. "Das würde ich, weil er für das Land verantwortlich ist. Genauso wie ich mich selbst für Dinge verantwortlich sehe, die in diesem Land passieren", sagte Trump.

Bei seinen Gesprächen mit Putin habe er sehr deutlich gemacht, dass es solche Einmischungen nicht geben dürfe. Zugleich deutete er aber Zweifel an, ob solche Anmerkungen Einfluss auf Russland haben könnte.

Grosse Verwirrung

Kurz zuvor hatte Trump erneut mit Äusserungen über eine Einmischung Russlands in den US-Wahlkampf für Aufregung und Verwirrung gesorgt. Zwei Tage nach dem auch in den eigenen Reihen umstrittenen Treffen mit Putin antwortete Trump auf die Frage von Journalisten vor einer Kabinettssitzung, ob sich Russland weiterhin in den USA einmische: "Nein." Dazu schüttelte er den Kopf.

Dies sah zunächst so aus, dass der Präsident damit erneut den eigenen Geheimdiensten widersprechen würde. Wenige Stunden später allerdings teilte das Präsidialamt mit, Trump habe keineswegs erklärt, dass Russland sich nicht länger einmische. Der Präsident habe vielmehr "Nein" gesagt, weil er keine weiteren Fragen mehr habe beantworten wollen, sagte seine Sprecherin Sarah Sanders.

Bereits zum zweiten Mal

Es war bereits das zweite Mal seit dem Gipfel am Montag, dass Trump und das Präsidialamt von einem Missverständnis in der Russland-Affäre gesprochen haben. "Der Präsident hat Wladimir Putin klargemacht, dass er sich aus US-Wahlen heraushalten soll", ergänzte Sanders. Trump und seine Regierung arbeiteten sehr hart daran, sicherzustellen, dass Russland nicht in der Lage sei, sich in US-Wahlen einzumischen, wie es das in der Vergangenheit getan habe. Trump sei davon überzeugt, dass Russland das erneut versuchen würde. "Wir glaube, dass die Bedrohung seitens Russlands noch immer besteht." Trump erklärte zudem vor der Kabinettssitzung, es habe bislang keinen Präsidenten geben, der so hart gegen Russland gewesen sei, wie er.

Trump hatte am Mittwoch das Gipfeltreffen abermals verteidigt und "viele positive Dinge" angekündigt. Zugleich versuchte er via Kurznachrichtendienst Twitter, die Kritik nach dem Treffen mit Verweisen auf Erfolge seiner Präsidentschaft in der US-Wirtschaft zu mildern. Zuvor hatte er seine vielfach kritisierten Äusserungen zur russischen Einmischung in die US-Wahl als Missverständnis dargestellt. Er habe sich bei der Pressekonferenz mit Putin falsch ausgedrückt und versprochen.

Trump hatte auf der Pressekonferenz mit Putin am Montag öffentlich Erkenntnisse der US-Geheimdienste über eine russische Einmischung in die Wahl 2016 angezweifelt und war dafür parteiübergreifend scharf kritisiert worden. Am Dienstag ruderte er zurück: Er habe sagen wollen, dass er keinerlei Grund sehe, warum es nicht Russland gewesen sei, das sich in die Wahl eingemischt habe.

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