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Auszeit vom Wahlkampf: US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump sorgte beim Alfred-E.-Smith-Memorial-Dinner für Lacher, aber auch für einige Buhrufe.

KEYSTONE/AP/ANDREW HARNIK

(sda-ats)

Donald Trump und Hillary Clinton haben sich in einer humoristischen Wahlkampfpause am Donnerstag in New York gegenseitig verbal aufs Korn genommen. Trumps Seitenhiebe wurden beim Benefiz-Dinner phasenweise nicht goutiert. Das Publikum reagierte mit Buhrufen.

"Sie ist korrupt, sie wurde sogar aus dem Watergate- Untersuchungsausschuss geworfen", sagte Trump bei der traditionellen Veranstaltung der New Yorker Alfred-E.-Smith-Memorial-Foundation zugunsten katholischer Kindereinrichtungen. Er spielte damit auf eine seit langer Zeit kursierende aber nie bestätigte Verschwörungstheorie an.

Die Quittung waren Buhrufe der Bankett-Gäste. US-Beobachter konnten sich nicht erinnern, dass jemals zuvor ein Redner bei der Traditionsveranstaltung ausgebuht wurde.

Die meisten Lacher konnte Trump auf seine Seite ziehen, als er einen Witz auf Kosten seiner Frau Melania machte: "Michelle Obama hielt eine Rede und alle sagten, die sei grossartig", sagte Trump. "Melania hielt exakt die selbe Rede, und wird kritisiert. Ich verstehe es nicht", sagte er in Anspielung auf Parteitagsrede seiner Frau, die in Teilen ein Plagiat war.

Clinton hielt sich mehr zurück und übte sich in Selbstironie. "Das ist hier ein Geschenk für Sie - normalerweise nehme ich viel Geld für solche Reden", sagte sie eingangs ans Publikum gerichtet, den Vorwurf ihrer Kritiker, sie lasse sich von Wall-Street-Bossen für Reden bezahlen, aufs Korn nehmend.

"Ich sage immer was die Leute hören wollen", sagte sie weiter und schickte hinterher: "Diese Wahl wird sehr bald vorüber sein."

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SDA-ATS