Bei seiner ersten Wahlkampfveranstaltung seit den Massakern von El Paso und Dayton hat US-Präsident Donald Trump generellen Einschränkungen beim Waffenbesitz eine Absage erteilt. Er sprach sich für mehr Einrichtungen für psychisch Kranke aus.

"Wir können es für gute, stabile, gesetzestreue Bürger nicht schwieriger machen, sich selber zu schützen", sagte Trump am Donnerstag unter dem Jubel seiner Anhänger in Manchester im Bundesstaat New Hampshire. "Wir werden das Recht auf Selbstverteidigung immer aufrechterhalten."

Trump sprach sich stattdessen dafür aus, vermehrt Einrichtungen zur zwangsweisen Unterbringung von psychisch Kranken zu errichten. "Wir können diese Menschen nicht auf der Strasse sein lassen."

Zu Monatsbeginn hatten zwei Schützen in El Paso (Texas) und in Dayton (Ohio) ein Blutbad angerichtet. Insgesamt kamen 31 Menschen ums Leben. In den USA kommt es regelmässig zu Angriffen dieser Art. Die Fälle in El Paso und Dayton sorgten für eine erneute Diskussion über das Waffenrecht im Land. Trump machte die Waffengewalt in den USA am Donnerstag an psychisch kranken Menschen fest, nicht an der leichten Verfügbarkeit von Kriegswaffen wie etwa Schnellfeuergewehren. Letzteres sehen Kritiker als das eigentliche Problem.

Trump sagte kurz vor der Wahlkampfveranstaltung: "Wir wollen nicht, dass verrückte Menschen Waffen besitzen. Aber ich will auch daran erinnern, dass psychische Erkrankungen etwas sind, worüber niemand sprechen möchte. Diese Menschen sind psychisch krank und wir müssen auch das untersuchen. Weil, wissen Sie, sie sind es, sie drücken ab. Die Waffe drückt nicht ab. Sie drücken ab."

Der Präsident kritisierte, in den vergangenen Jahrzehnten hätten Städte Einrichtungen für psychisch Kranke aus finanziellen Gründen geschlossen. "Und den Menschen wurde einfach erlaubt, wieder auf die Strassen zu gehen. Und das war eine furchtbare Sache für unser Land." Trump sagte weiter: "Ich denke, wir müssen wieder anfangen, Einrichtungen zu bauen." Es gehe darum, "geistesgestörte und gefährliche Menschen von der Strasse holen, damit wir uns darüber nicht so viele Sorgen machen müssen".

Neuer Inhalt

Horizontal Line


Externer Inhalt

Warum fehlt die weibliche Kunst in den Schweizer Museen?

SWI plus Banner

  • Relevante Meldungen kompakt aufbereitet
  • Fragen und Antworten für die Fünfte Schweiz
  • Diskutieren, mitreden und vernetzen

Mit einem Klick ein Plus für Sie!


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.