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Die Türkei hat die Entsendung von mehr Militärbeobachtern der Vereinten Nationen nach Syrien gefordert. "300 Beobachter sind sehr unzureichend - es sollten wenigstens 3000 sein", sagte der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan am Freitag in der bulgarischen Stadt Warna.

Die Aufstockung sei notwendig, um zu wissen, was "an jedem Punkt Syriens" geschehe. "Es ist wichtig, wie wir handeln, um die Bevölkerung zu schützen, gegen die Gewalt ausgeübt wird", sagte Erdogan nach Angaben des staatlichen Rundfunks in Sofia.

Die UNO-Truppe für Syrien (UNSMIS) soll bis zu 300 Militärbeobachter umfassen. Derzeit sind dort erst etwa 190 Blauhelm-Beobachter unterwegs. Auf Beschluss des UNO-Sicherheitsrats soll die Truppe helfen, den Friedensplan des internationalen Vermittlers Kofi Annan zur Durchsetzung zu verhelfen.

Einmischung von Al-Kaida

Al-Kaida hat sich nach den Worten von UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon in die Revolte in Syrien eingemischt. Er glaube, dass die Extremistenorganisation für einen Doppelanschlag in Damaskus mit mindestens 55 Toten vor rund einer Woche verantwortlich sei, sagte Ban.

"Das schafft erneut ein sehr ernsthaftes Problem." Zugleich hob Ban die UNO-Schätzung für die Toten des seit März 2011 währenden Konflikts auf mindestens 10'000 an.

Mit der Einschätzung Bans zu Al-Kaida dürfte sich die Regierung in Damaskus bestärkt fühlen. Das international weitgehend isolierte Syrien erklärt seit Monaten, aus dem Ausland finanzierte "Terroristen" würden hinter dem Aufstand stecken.

Die Regierung verdächtigt besonders Saudi-Arabien und Katar der Unterstützung, die sich für eine Bewaffnung der Gegner von Präsident Baschar al-Assad starkmachen.

Die syrische Regierung hatte den Vereinten Nationen vor kurzem eine Liste mit 26 festgenommen Ausländern vorgelegt, die zum Kampf eingeschleust worden seien. 20 dieser Personen seien Mitglieder von Al-Kaida und über die Türkei ins Land gelangt, erklärten die Behörden.

SDA-ATS