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UBS-Umfrage: KMU haben Krise noch nicht ganz überwunden

Dieser Inhalt wurde am 20. Mai 2010 - 09:51 publiziert
(Keystone-SDA)

Zürich - Die kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) in der Schweiz haben die Rezession noch nicht ganz überwunden. Gesamthaft konnten im ersten Quartal die Umsätze gemäss des KMU-Barometers der UBS aber immerhin stabilisiert werden.
Die Verkaufspreise blieben aber weiterhin unter Druck, die Gewinne sanken im Vergleich zum Vorjahr leicht und die Unternehmen bauten tendenziell eher Personal ab, wie aus der Umfrage bei 1300 Schweizer Unternehmen hervorging. Im zweiten Quartal erwarten die Unternehmen aber ingesamt eine leichte Zunahme des Umsatzes und eine Stabilisierung der Gewinne und Personalbestände.
Allerdings sind nicht die Unternehmen aller Branchen gleich zuversichtlich: Ganz düster sehen die im Tourismus tätigen KMU die nahe Zukunft. Sie rechnen im zweiten Quartal mit tieferen Gästezahlen und Umsatzrückgängen, nachdem sie bereits in den ersten drei Monaten des Jahres sinkende Umsätze und Gewinne vermeldet hatten.
Schleppend entwickelt sich auch die Geschäftslage im Detailhandel: Die KMU rechnen nach bisher stabilen Umsätzen in den nächsten Monaten sogar damit, dass die Ladenkassen etwas öfter klingeln. Während bei Grossunternehmen im Detailhandel aber die Erträge stabil waren, mussten kleine und mittlere Unternehmen unter dem Strich Einbussen hinnehmen.
Von einer Trendwende sprechen die UBS-Ökonomen, welche den KMU-Barometer zusammen mit dem Schweizerischen Gewerbeverband erheben, dagegen in der Dienstleistungsbranche. Da haben sich im ersten Quartal bei leicht höheren Umsätzen die Gewinne und die Preise stabilisiert. In naher Zukunft soll sich die Situation weiter verbessern.
Die Braubranche geht nach einem schwierigen Jahresstart von einer Stabilisierung der Geschäftslage auf Vorjahresniveau aus. Mit besseren Umsätzen oder tieferem Margendruck gehen die befragten Unternehmen aber nicht aus.
In der Industrie schliesslich haben auch die KMU die Trendwende geschafft, nachdem die Grossunternehmen bereits etwas früher wieder nach oben zeigende Zahlen meldeten.

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