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Zürich/London - Die krisengeschüttelte Grossbank UBS entrichtet bis auf weiteres keine Dividende. Mit Blick auf international verschärfte Eigenkapitalvorschriften (Basel III) sieht sie sich noch "einige Zeit" nicht in der Lage für eine Ausschüttung an die Aktionäre.
Die UBS geht davon aus, durch einbehaltene Gewinne die durch Basel III vorgeschriebenen Kernkapitalquoten bis 2013 erreichen zu können, wie die Bank am Donnerstag mitteilte.
Laut der vorab verfügbaren Präsentation von Finanzchef John Cryan an der Finanzkonferenz der Bank of America Merrill Lynch in London plant die Bank zum Erreichen von Basel III aber auch keine Kapitalerhöhung.
Unter Anwendung von Basel III liegen die risikogewichteten Aktiven der UBS per 30. Juni 2010 schätzungsweise bei 400 Mrd. Franken, wie es weiter hiess. Unter Basel II sind es 205 Mrd. Franken. Durch geplante Korrekturmassnahmen dürften sie jedoch deutlich sinken, hiess es weiter. Vor der Inkraftsetzung des neuen Standards sollen sie dann "näher bei 300 Milliarden" liegen.
Die UBS ist nach ihrer Krise, welche sie nur mit Staatshilfe überwinden konnte und die Aktionäre damit vor einem Totalausfall bewahrte, in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt.
Im ersten Halbjahr 2010 schrieb sie einen überraschend hohen Gewinn von rund 4,2 Mrd. Franken. In einem Sonderfonds der Schweizerischen Nationalbank (SNB) lagern aber immer noch ehemalige UBS-Giftpapiere, die mit rund 19 Mrd. Dollar bewertet werden. Ein Rückkauf durch die UBS ist bislang nicht verkündet worden.

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SDA-ATS