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Angesichts der Lage in Nordafrika haben erneut über 1000 Flüchtlinge die gefährliche Überfahrt auf die italienische Mittelmeerinsel Lampedusa gewagt. Bis Montag strandeten 13 Boote mit zumeist tunesischen Flüchtlingen auf der Insel.

Die Behörden rechneten mit weiteren Überfahrten, auch aus dem von Gewalt erschütterten Libyen. Trotz rauer See hatten sich bereits am Wochenende rund hundert Flüchtlinge nach Lampedusa gerettet.

Zwischen Sonntagabend und Montagmorgen trafen weitere zwölf Boote ein. Da noch bis Dienstag besseres Wetter herrschen sollte, rechnete die Küstenwache mit weiteren Ankömmlingen.

Luftbrücke wieder aufgenommen

Angesichts eines überfüllten Auffanglagers nahm Italien am Montag seine Luftbrücke wieder auf, um Flüchtlinge auch in andere Auffanglager zu bringen. Am Vormittag flog eine erste Maschine rund 100 Flüchtlinge nach Kalabrien; rund 60 weitere gingen an Bord einer Fähre Richtung Sizilien.

Ende Februar war der Flüchtlingsstrom von Tunesien wegen schlechten Wetters vorübergehend abgerissen. Zuvor hatten rund 6000 Bootsflüchtlinge Lampedusa erreicht. Viele sahen auch nach dem Sturz von Tunesiens Präsident Zine al-Abidine Ben Ali keine Zukunft in ihrer Heimat.

Rom bat wegen der vielen Menschen die EU um Hilfe. Inzwischen wird Italien von der EU-Grenzschutzagentur Frontex unterstützt. Am Einsatz sind auch zwei Schweizer Grenzwächter beteiligt. Es ist der erste Einsatz von Schweizern im Rahmen einer Frontex-Operation.

Italien kontaktiert Opposition

Italien nahm inzwischen Kontakt zur Opposition in der libyschen Stadt Benghasi. "Wir Italiener haben bessere Kontakte als andere. Wir kennen den ehemaligen libyschen Justizminister Mustafa Abdel Jalil, der jetzt an der Spitze der Übergangsregierung in Benghasi steht", sagte Aussenminister Franco Frattini in einem TV-Interview am Montag.

Der "Nationale libysche Rat" bezeichnet sich selbst als Wortführer des Aufstandes gegen den Machthaber Muammar al-Gaddafi, jedoch ausdrücklich nicht als Übergangsregierung.

Zudem startete Italien seine humanitäre Mission zugunsten der Flüchtlinge in Libyen und Tunesien. Ein Schiff der Marine mit Lebensmitteln und Arzneien erreichte am Montag Benghasi.

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SDA-ATS