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Die Kämpfe in Syrien hinterlassen ihre Spuren: Allein im Kampf um die Stadt Kobane kamen bisher nach Schätzungen von Aktivisten hunderte Menschen ums Leben. Auch zahlreiche Kulturstätten wurden in dem seit knapp 4 Jahren andauernden Bürgerkrieg zerstört.

Im Kampf um die seit 100 Tagen belagerte syrische Stadt Kobane sind nach Angaben der oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte bislang 1431 Menschen ums Leben gekommen.

Unter den Toten seien 951 Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und 450 kurdische Kämpfer, sagte Rami Abdel Rahman, der Leiter der Beobachtungsstelle mit Sitz in Grossbritannien, der Nachrichtenagentur dpa. Zudem seien 30 Zivilisten getötet worden.

Die IS-Miliz hatte am 15. September eine Belagerung der an der Grenze zur Türkei gelegenen nordsyrischen Enklave begonnen. Bis zu 200'000 Flüchtlinge waren vor den Dschihadisten daraufhin in die Türkei geflohen.

Kurdische Kämpfer verteidigen die Stadt seither erbittert. Am Dienstag hielten sie den Angriffen des IS seit 100 Tagen stand.

Mindestens 1171 Tote durch Luftangriffe

Der Kampf gegen den Vormarsch der IS-Miliz wird nicht nur am Boden, sondern auch aus der Luft geführt. Nach Angaben der Beobachtungsstelle sind seit Beginn der internationalen Luftangriffe in Syrien mehr als 1100 Dschihadisten durch diese getötet worden.

Die der syrischen Opposition nahe Organisation bezieht ihre Informationen aus einem Netz von Aktivisten und Ärzten vor Ort. Unter den mindestens 1171 Toten sind der Organisation zufolge 1046 IS-Kämpfer, 72 Kämpfer der Al-Nusra-Front und 52 Zivilisten.

Die Angriffe richteten sich vorwiegend gegen die IS-Miliz, trafen wiederholt aber auch die rivalisierende Al-Nusra-Front, den syrischen Ableger des internationalen Terrornetzwerks Al-Kaida.

Die US-Regierung hatte im September mit Unterstützung verbündeter arabischer Staaten Luftangriffe auf Stellungen und Fahrzeuge der IS-Miliz im Norden und Osten Syriens begonnen, um einen weiteren Vormarsch der Dschihadisten zu verhindern. Auch im Irak fliegen die USA sowie verbündete westliche Staaten seit dem Sommer Angriffe auf die Dschihadisten.

300 syrische Kulturstätten beschädigt

Seit fast vier Jahren dauert nun der syrische Bürgerkrieg an. Die Verwüstung zeigt sich auch in der Zerstörung von historischen Bauwerken und Denkmälern: Annähernd 300 teils einmalige Kulturstätten sind stark in Mitleidenschaft gezogen worden.

Das teilte das UNO-Forschungsinstitut Unitar in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht mit. Unter den betroffenen Denkmälern seien Weltkulturerbe-Stätten wie der 7000 Jahre alte Stadtkern von Aleppo oder die Kreuzfahrerburg Krak des Chevaliers.

Unitar hatte für die Analyse Satellitenaufnahmen von 18 Regionen in dem Bürgerkriegsland Syrien ausgewertet und insgesamt 290 Denkmäler definiert. 128 davon seien komplett oder stark zerstört, 85 leicht beschädigt.

Bei 77 weiteren Kulturstätten konnte der Schaden nicht eindeutig ausgemacht werden. Die historische Bauwerke wurden nach UNO-Angaben vor allem durch Bombenabwürfe und Plünderungen beschädigt.

So diente der 1000 Jahre alte Krak des Chevaliers Islamisten einige Zeit als Unterschlupf, bevor die syrische Armee die Burg nach langem Bombardement zurückeroberte. In Syrien kämpfen verschiedene Rebellenfraktionen und islamistische Gruppen seit Anfang 2011 gegen das Regime des Präsidenten Baschar al-Assad.

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SDA-ATS