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Ein Selbstmordattentäter hat in der pakistanischen Stadt Quetta mindestens 19 Menschen mit in den Tod gerissen und mehr als 50 weitere verletzt. Nach Behördenangaben galt der Anschlag der schiitischen Minderheit in der Stadt im Südwesten des Landes.

Bei einem Anschlag auf einen Militärkonvoi in Peshawar im Nordwesten wurden 15 Menschen getötet. Der Attentäter hatte es offenbar auf die Moschee in Quettas Vorort Hazara abgesehen, habe sich aber schon auf dem Weg dorthin in die Luft gesprengt, sagte ein ranghoher Polizist.

Er sei an einem Kontrollpunkt vor dem Gotteshaus gestoppt worden, sagte der Innenminister der Provinz Belutschistan, Akbar Hussain Durrani. Der Anschlag ereignete sich demnach kurz nach dem Ende des Abendgebets. Die meisten Opfer seien Schiiten, darunter sechs Frauen und ein Kind. In Quettas Vorort Hazara leben mehrheitlich Schiiten.

Erst Mitte Juni waren bei einem Anschlag auf einen Bus mit Studentinnen in Quetta und bei einem Angriff auf das Spital, in das die Verletzten gebracht wurden, 25 Menschen getötet worden.

In Hazara starben im Februar 90 Schiiten bei einer Serie von Anschlägen. Quetta gilt als eine der unruhigsten Städten Pakistans. Insgesamt wurden im Land bei Anschlägen in den vergangenen sechs Jahren mehr als 6000 Menschen getötet, wie eine Zählung der Nachrichtenagentur AFP ergab.

Autobombe in Peshawar

Bei der Explosion einer Autobombe in Peshawar seien vor allem Zivilisten ums Leben gekommen, da der Sprengsatz inmitten eines belebten Marktes gezündet worden sei, sagte ein Polizeisprecher. Nach Angaben eines örtlichen Spitals wurden 28 weitere Menschen verletzt. Ein Militärvertreter sagte, bei den Grenzschützern, gegen deren Konvoi sich der Angriff richtete, seien zwei Soldaten verletzt worden.

Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand, doch verüben die pakistanischen Taliban und andere militante Islamisten immer wieder derartige Anschläge auf die Sicherheitskräfte.

Peshawar liegt nahe den halbautonomen Stammesgebieten in der unwegsamen Bergregion entlang der Grenze zu Afghanistan, die als Hochburg der Taliban und als Rückzugsort anderer Extremisten wie jene von Al-Kaida gilt. Der Angriff ereignete sich während eines Besuchs des britischen Premiers David Cameron in der Hauptstadt Islamabad.

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SDA-ATS