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Blick auf ein überschwemmtes Gebiet in Freetown, der Hauptstadt von Sierra Leone. Bei durch die Unwetter ausgelösten Erdrutschen sind hunderte Menschen ums Leben gekommen.

Keystone/AP Society 4 Climate Change Communication, Sierra Leone/

(sda-ats)

Sintflutartige Regenfälle haben im westafrikanischen Staat Sierra Leone einen verheerenden Erdrutsch und Überschwemmungen ausgelöst. Nach Angaben des Roten Kreuzes kamen dabei mehr als 310 Menschen ums Leben.

Bislang seien in der Hauptstadt Freetown 312 Todesopfer gezählt worden und die Zahl drohe weiter zu steigen, sagte der örtliche Sprecher des Roten Kreuzes am Montag der Nachrichtenagentur AFP. Einsatzkräfte seien weiterhin in den überschwemmten Stadtvierteln im Einsatz. Zuvor hatte ein Spitalmitarbeiter in Freetown von mindestens 180 Toten gesprochen.

Das Unglück ereignete sich nach Medienberichten in der Nähe von Freetown, als nach heftigen Regenfällen ein Teil eines Hügels abbrach. Die Zeitung "Sierra Leone Telegraph" zeigte Fotos, auf denen ein Hausbewohner bis zum Hals im Wasser steht. Zahlreiche Strassen der Hauptstadt sind überflutet, was die Bergungsarbeiten zusätzlich erschwert. Im Leichenkeller des grössten Spitals der Hauptstadt, dem Connaught-Hospital, lagen demnach rund 200 Leichen. Bei einem Grossteil der Opfer soll es sich um Kinder handeln.

Die Hauptstadt des ehemaligen Bürgerkriegslands Sierra Leone mit ihren etwa einer Million Einwohnern liegt auf einer Halbinsel neben einer Flussmündung. Die Stadt, die aufgrund ihrer hohen Niederschläge als einer der feuchtesten Orte der Welt gilt, verfügt zudem nur über ein ungenügendes Infrastruktursystem. Viele Strassen sind nicht asphaltiert, so dass sie sich bei Regen in Schlammwege verwandeln. Die Regenzeit beginnt dort im Mai und endet im November.

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SDA-ATS