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Über vier Jahre Freiheitsstrafe für Anführer von Brandstifterbande

Der Rädelsführer einer Gruppe von Berner Brandstiftern ist am Dienstag zu einer viereinhalbjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Ins Gefängnis muss der 26-jährige Schweizer nach fast drei Jahren im vorzeitigen Strafvollzug aber nicht mehr.

Die Strafe wird zugunsten einer ambulanten therapeutischen Behandlung aufgeschoben, wie Gerichtspräsident Urs Herren in der Urteilseröffnung sagte. Das Kreisgericht Bern-Laupen lag mit seinem Urteil leicht über den Anträgen von Staatsanwaltschaft und Verteidigung, die je vier Jahre Freiheitsentzug gefordert hatten.

Der junge Mann habe seine Lektion aber offensichtlich gelernt, waren sich Verteidigung und Anklage einig. Er befinde sich nun auf dem richtigen Weg, sagte der Angeklagte selber in seinem Schlusswort. Die ambulante Therapie benötige er tatsächlich. Hilfreich sei im Alltag auch die regelmässige Einnahme von Ritalin.

Die Serie von Brandstiftungen hatte die bernische Bevölkerung im Jahr 2007 monatelang in Angst und Schrecken versetzt. In wechselnder Zusammensetzung hatten acht Jugendliche insgesamt 38 Brände gelegt und Golfbälle von Autobahnbrücken geworfen.

Sieben Mittäter waren bereits im vergangenen November verurteilt worden. Sechs kamen mit bedingten Geld- oder Freiheitsstrafen davon, ein siebter wurde zu einer Freiheitsstrafe von 34 Monaten verurteilt.

Der 26-Jährige war nach den Erkenntnissen des Ermittler die treibende Kraft und selber an fast allen Bränden beteiligt. Als Mitglied einer freiwilligen Feuerwehr faszinierte ihn nach eigenen Angaben das Feuer. Die Brände richteten insgesamt einen Sachschaden von 1,7 Millionen Franken an.

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