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Die Spitze des Initiativkomitees bei der Lancierung einer Initiative gegen die Hochpreisinsel vor einem Jahr. Jetzt ist bekannt geworden, dass die nötigen Unterschriften zusammengekommen sind. (Archivbild)

KEYSTONE/PETER SCHNEIDER

(sda-ats)

Die Initiative für "faire Preise", eine politische Kampfansage gegen die Hochpreisinsel Schweiz, dürfte zustande kommen. Nach Angaben des Initiativkomitees sind bereits 121'000 Unterschriften zusammengekommen.

Casimir Platzer, Co-Präsident des Initiativkomitees, bestätigte am Donnerstag entsprechende Informationen der Zeitungen "Tages-Anzeiger" und "Bund". Beglaubigt seien bisher rund 90'000 Unterschriften, sagte der Gastrosuisse-Präsident auf Anfrage. Im Dezember sollen die beglaubigten Bögen bei der Bundeskanzlei deponiert werden.

Die Unterschriften kamen damit bereits innerhalb von zwölf Monaten zusammen. Die Sammelfrist läuft offiziell noch bis Mitte März 2018. Die Initiative will in Zukunft missbräuchliche Schweiz-Zuschläge für im Ausland hergestellte Produkte unterbinden und so im Inland für günstigere Preise sorgen.

"Die Schweiz ist seit langer Zeit eine Hochpreisinsel: Für identische Importprodukte müssen wir in unserem Land oft deutlich mehr bezahlen als Käufer im benachbarten Ausland", sagte die Präsidentin der Stiftung für Konsumentenschutz (SKS), Prisca Birrer-Heimo, im Herbst 2016 bei der Lancierung des Volksbegehrens.

Dabei seien die höheren Preise in der Schweiz nur in geringem Mass auf die höheren Kosten zurückzuführen. Die Konzerne würden die Preise künstlich hoch halten.

Konsumentenschützer

Hinter der Initiative "Stop der Hochpreisinsel - für faire Preise", stehen die Stiftung für Konsumentenschutz, Gastrosuisse und der Wirtschaftsverband Swissmechanic, der 1400 KMU in der Maschinen-, Elektro- und Metallbranche vereint.

Im Initiativkomitee sitzen Politiker aus allen politischen Lagern. Dazu zählen SP-Ständerätin Anita Fetz (BS), CVP-Nationalrat Fabio Regazzi (TI), SVP-Ständerat Hannes Germann (SH) und alt FDP-Ständerat Hans Altherr (AR).

Altherr hatte den Kampf gegen die Hochpreisinsel mit einer parlamentarischen Initiative aufgenommen, nachdem eine Verschärfung des Kartellgesetzes im Parlament gescheitert war. Er befürchtet aber, dass die Angelegenheit auf die lange Bank geschoben wird und erachtet deshalb die Initiative selber als zwingend notwendig. Dabei ist auch der frühere Preisüberwacher Rudolf Strahm.

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SDA-ATS