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Die Schweizer AKW-Betreiber müssen ihre Atomkraftwerke einer Sicherheitsüberprüfung unterziehen. Auch das ENSI wertet die Ereignisse in Japan aus. Wann Entscheide fallen - eventuell auch zur Schliessung eines laufenden Werks - ist offen.

"Wir haben im Moment keinen Zeitplan", sagte Ralph Schulz, Leiter Abteilung Sicherheitsanalysen beim Eidg. Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI), am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. "Ein rascher Entscheid ist nicht zu erwarten." Die AKW-Betreiber bleiben also vorerst im Ungewissen.

Werde aber - als äusserste Massnahme - ein Entscheid zur Schliessung eines Atomkraftwerkes gefällt, könnte dieses technisch gesehen "von einem Tag auf den anderen" abgeschaltet werden, sagte Schulz. Wegen der nuklearen Katastrophe in Japan war das ENSI vom Energiedepartement (UVEK) damit beauftragt worden, alle Schweizer AKW zu überprüfen.

Betriebszeiten laufen ab

Gemessen an der ursprünglich festgelegten Lebensdauer sollten die ersten Schweizer Atomkraftwerke eigentlich bereits geschlossen sein. "Beim Bau der Kraftwerke ging man von einer Lebensdauer von vierzig Jahren aus", sagte Schulz. Heute rechne man mit höchstens sechzig Jahren.

Das erste Schweizer Atomkraftwerk - Beznau I - ging 1969 ans Netz. Dessen ursprüngliche Laufzeit hätte demnach bereits im Jahr 2009 geendet. Im Jahr 1972 nahmen die Werke Beznau II und Mühleberg ihren Betrieb auf. Gösgen läuft seit dem Jahr 1979, Leibstadt seit 1984.

92'000 Unterschriften für Cleantech-Initiative

Die Atomkatastrophe in Japan verleiht den Volksbegehren der SP und der Grünen Aufwind. Die SP will ihre Volksinitiative zur Förderung erneuerbarer Energien früher als geplant einreichen.

Derzeit habe die Partei 92'000 der 100'000 benötigten Unterschriften gesammelt, sagte SP-Präsident Christian Levrat zur Nachrichtenagentur SDA. Es würden noch rund 30'000 Unterschriften gesammelt. Die Sammelfrist läuft am 16. September 2011 ab.

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SDA-ATS