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In einem Waldstück bei Mansfeld im deutschen Bundesland Sachsen-Anhalt sind Leichenteile einer Frau entdeckt worden. Dabei handelt es sich um eine seit über vier Jahren vermisste 47-jährige Schweizerin aus dem zugerischen Rotkreuz.

Durch einen DNA-Abgleich habe die Identität der Frau zweifellos festgestellt werden können, sagte der Pressesprecher der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt-Süd, Siegfried Koch, gegenüber der Nachrichtenagentur SDA.

Jetzt müssten weitere Ermittlungen durchgeführt werden, unter anderem zur Todesursache. Die Leichenteile seien am 9. Februar bei Forstarbeiten entdeckt worden, sagte Koch.

Die Zuger Strafverfolgungsbehörde bestätigte am Freitag, dass es sich um die Frau handle, die seit dem 27. Juni 2007 vermisst wurde. "Wir haben die Vermisstanzeige heute entfernt", sagte Mediensprecher Joe Müller auf Anfrage. Die weiteren Ermittlungen lägen in den Händen der deutschen Kollegen.

Diese waren laut Koch auch am Freitag dabei, das Waldstück mit 40 Beamten zu durchkämmen. Dabei seien weitere Spuren gefunden worden. Aus ermittlungstaktischen Gründen könnten dazu aber keine Angaben gemacht werden, sagte der Sprecher.

Kein Geständnis

Gemäss Müller war die Tote eine Bekannte eines wegen zweifachen Mordes verurteilten Mannes aus Mansfeld. Dieser hatte im Juni 2008 in dem Ort eine 76-jährige Rentnerin und deren Arzt getötet. Nach dem Doppelmord war der heute 39-jährige Automechaniker in die Schweiz geflüchtet und danach in Bern verhaftet worden.

In der Schweiz, wo der Verurteilte zeitweise gelebt hatte, wurde gegen ihn auch im Zusammenhang mit dem spurlosen Verschwinden der 47-jährigen Frau aus Rotkreuz ermittelt. Die alleinerziehenden Mutter eines damals 10-jährigen Knaben hatte den Mann über Internet kennengelernt. Dieser stritt einen Zusammenhang mit dem Verschwinden der Frau aus Rotkreuz stets ab.

Lebenslänglich plus Verwahrung

Im vergangenen Jahr wurde er von einem Gericht in Halle zu lebenslanger Haft und anschliessender Sicherheitsverwahrung verurteilt.

Die Polizei war dem Mann auf die Spur gekommen, weil kurz nach dem Verschwinden der Frau deren Mobiltelefon in der Ostschweiz geortet wurde. Dort lebte der Verdächtige zu diesem Zeitpunkt. Nach dem Verschwinden der Frau hatte er die Schweiz überstürzt in Richtung Deutschland verlassen. Die Ermittlungen verliefen jedoch ergebnislos.

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SDA-ATS