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Übertragungstarife sollen per 2011 um acht Prozent steigen

Dieser Inhalt wurde am 03. Mai 2010 - 12:07 publiziert
(Keystone-SDA)

Bern - Die nationale Stromnetz-Betreiberin Swissgrid hat wie bereits in den letzten Jahren eine Erhöhung ihrer Tarife angekündigt: Die Nutzung des Stromnetzes soll 2011 um 8 Prozent teurer werden gegenüber 2010. Die ElCom überprüft die Erhöhung.
Die Netznutzungstarife der Swissgrid waren in den letzten beiden Jahren jeweils heftig umstritten, obwohl sie nur rund 10 Prozent am Strompreis ausmachen, den die Kunden bezahlen. Die Elektrizitätskommission des Bundes (ElCom) hatte die Tariferhöhungen jeweils abgemildert. Die Tarife für 2010 sind allerdings noch beim Bundesverwaltungsgericht hängig.
Als Hauptgrund für die Erhöhung für 2011 macht Swissgrid die Verwendung der Erlöse von Stromauktionen verantwortlich: Mit einem grösseren Teil der Erlöse als üblich würden Investitionen finanziert statt Tarife tiefer gehalten, schreibt Swissgrid in einer Mitteilung vom Montag.
Gegenüber 2010 würden 24 Millionen Franken mehr für Investitionen verwendet. Diese Investitionen ins Übertragungsnetz dienten der Versorgungssicherheit, stellt Swissgrid fest.
Swissgrid berechnet die Übertragungstarife aufgrund der Betriebs- und Kapitalkosten, welche die Netzeigentümer angeben. Diese hätten rund 40 Millionen Franken höhere Kapitalkosten deklariert als 2010, was ebenfalls zur Tariferhöhung beigetragen habe. Die Deklarationen überstiegen laut Swissgrid die Kapitalkosten, welche die ElCom für 2011 genehmigt habe.
Schliesslich stiegen bei Swissgrid die Betriebs- und Projektkosten um rund 16 Millionen Franken.
Noch sind die Tarife aber nicht in Stein gemeisselt. Die ElCom werde die Tarife und die Begründung der Swissgrid genau anschauen und entscheiden, ob sich allenfalls wiederum eine Senkung aufdrängt, sagte ElCom-Sekretär Frank Rutschmann auf Anfrage.

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