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Zwei Wochen vor den eidgenössischen Abstimmungen ist der Ausgang bei der SVP-Familieninitiative völlig offen: 43 Prozent der Stimmberechtigten sind laut einer Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsinstituts GfK Switzerland für das Volksbegehren, 40 Prozent dagegen.

Die Gegner der SVP-Vorlage, die Steuerabzüge auch für Familien verlangt, die ihre Kinder selber betreuen, haben damit stark aufgeholt. Bei der letzten SRG-Trendumfrage vor gut drei Wochen hatten noch zwei Drittel der Befragten der Initiative zugestimmt.

Fast jeder Fünfte hat sich gemäss der im "SonntagsBlick" publizierten Umfrage noch keine abschliessende Meinung gebildet. Am 7. und 8. November befragte das Institut per Telefon 1531 Personen in der Deutsch- und Westschweiz.

Offensichtlich trägt die Kampagne der Gegner Früchte. SP-Wähler lehnen die Initiative jetzt mit 57 Prozent Nein zu 33 Prozent Ja ab. Die FDP-Wähler sind zu 52 Prozent gegen die SVP-Familieninitiative, nur 38 Prozent stimmen ihr zu.

Die CVP-Wähler sind gespalten - und viele noch unentschlossen. Eine klare Zustimmung von 70 Prozent kann nur die SVP vorweisen.

Gemäss der Umfrage zeichnet sich bei der Familieninitiative kein Röstigraben ab. Ebenfalls klein sind die Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Erkennbar ist dafür ein Stadt-Land-Gefälle: So will die Landbevölkerung mit 52 zu 30 Prozent Ja stimmen, während die Städter mit 43 zu 39 Prozent mehrheitlich Nein sagen.

Nein-Trend bei 1:12-Initiative

Gewendet hat sich das Blatt auch bei der 1:12-Initiative der JUSO. Zwei Wochen vor dem Urnengang liegen die Gegner des Anliegens klar vorne. Gemäss der GfK-Umfrage wollen 55 Prozent der Befragten am 24. November Nein stimmen. 34 Prozent unterstützen den Lohndeckel.

Nur gerade 7 Prozent der FDP-Wähler sagen Ja, bei den CVP-Sympathisanten sind es 18 Prozent. Mit Abstand am besten weg kommt die Initiative im bürgerlichen Lager noch bei der SVP: 29 Prozent der Anhänger der Rechtspartei wollen dem linken Anliegen zustimmen.

Bei den Frauen kommt das Begehren mit 36 Prozent Ja besser an als bei den Männern (31 Prozent). Auch jüngere Wähler können sich eher mit der Initiative identifizieren als ältere.

SDA-ATS