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Alle Zeichen deuten daraufhin, dass Angela Merkel auch nach den Wahlen Kanzlerin bleiben darf. Sogar eine Neuauflage der Koalition mit der FDP scheint möglich.

KEYSTONE/AP/MATTHIAS SCHRADER

(sda-ats)

Die deutschen Sozialdemokraten verlieren nach einer aktuellen Umfrage weiter an Zustimmung - während Christdemokraten und Liberale erstmals eine Mehrheit für eine "schwarz-gelbe" Koalition auf nationaler Ebene hätten, wenn jetzt der Bundestag gewählt würde.

Nach dem am Dienstag veröffentlichten Wahltrend von "stern" und RTL verbessern sich CDU/CSU um einen Punkt auf 39 Prozent, die FDP kann ebenfalls um einen Zähler zulegen und wäre mit 9 Prozent drittstärkste Kraft.

Nach der Wahlniederlage im Bundesland Nordrhein-Westfalen büsst die SPD deutschlandweit weiter an Zustimmung ein und kommt auf 25 Prozent, ein Prozentpunkt weniger als in der Vorwoche und sogar noch leicht unter ihrem Ergebnis bei der Bundestagswahl 2013.

Damit liegt die SPD 14 Prozentpunkte hinter der CDU/CSU. Bei 8 Prozent stagniert die Linke. Die Grünen und die rechtspopulistische AfD bleiben unverändert bei je 7 Prozent. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen betrage 22 Prozent.

Mehrheit hält an Merkel fest

Eine "schwarz-gelbe" Koalition hatte es in Deutschland auf Bundesebene zuletzt zwischen 2009 und 2013 gegeben. Dann scheiterte die FDP an der Fünf-Prozent-Hürde, und Bundeskanzlerin Angela Merkel brauchte zum Weiterregieren die SPD.

Bei der Kanzlerpräferenz wird der Abstand zwischen Merkel (CDU) und ihrem SPD-Herausforderer Martin Schulz grösser. Im Vergleich zur Vorwoche kann sich Merkel der Umfrage zufolge um einen Prozentpunkt verbessern, während Schulz nochmals zwei verliert.

Wenn der Kanzler direkt gewählt werden könnte, würden sich jetzt 51 Prozent aller Wahlberechtigten für Merkel entscheiden und 22 für Schulz, der damit 29 Punkte hinter der amtierenden Kanzlerin zurückliegt.

SDA-ATS

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