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Bei schweren Auseinandersetzungen vor dem ägyptischen Verteidigungsministerium in Kairo ist ein Demonstrant getötet worden. 30 weitere wurden bei den Zusammenstössen nach Behördenangaben verletzt.

Aus Sicherheitskreisen verlautete am Sonntag, eine nicht identifizierte Gruppe habe am Samstagabend die Demonstranten angegriffen, die den Rücktritt des regierenden Militärrats forderten.

Während der dreistündigen Strassenschlacht wurden Steine, Feuerwerkskörper, Flaschen und Brandbomben geworfen. Augenzeugen berichteten zudem von Schüssen. Polizei und Streitkräfte griffen nicht ein.

Protest gegen ultrakonservativen Politiker

Bei dem Toten handle es sich um einen Anhänger des ultrakonservativen Politikers Hasem Salah Abu Ismail, teilten die Sicherheitskräfte mit. Die Demonstranten hatten am Samstagabend auch gegen den Ausschluss Ismails von der Präsidentschaftswahl im Mai protestiert. Er war kürzlich wegen der doppelten Staatsbürgerschaft seiner Mutter von der Wahlliste gestrichen worden.

In Ägypten werden Demonstranten immer wieder von unbekannten Angreifern attackiert. Menschenrechtsaktivisten machen Polizisten und Soldaten in Zivil, von den Sicherheitskräften bezahlte Kriminelle und Anhänger des gestürzten Präsidenten Husni Mubarak für die Angriffe verantwortlich.

SDA-ATS