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Luzern - Im Fall eines tödlichen Unfalls beim Papiersammeln in Buchrain LU ist ein Lehrer freigesprochen worden. Der für den Kehrichtlastwagen zuständige Fuhrhalter dagegen wurde vom Amtsgericht Luzern-Land der fahrlässigen Tötung schuldig gesprochen.
Der Unfall ereignete sich am 10. Mai 2007. Der 13-jährige Sascha stürzte vom rückwärts fahrenden Kehrichtlastwagen und wurde von diesem überfahren. Die Verletzungen führten zum sofortigen Tod.
Im Mai 2009 wurden der Chauffeur sowie sein Arbeitgeber vom Amtsstatthalteramt Luzern der fahrlässigen Tötung schuldig befunden. Der Chauffeur hat das Urteil akzeptiert.
In zweiter Instanz befasste sich nun das Amtsgericht Luzern-Land mit dem Fuhrhalter und einem Lehrer. Die Urteile wurden am Donnerstag veröffentlicht.
Sechs Personen auf TrittbrettDer Arbeitgeber wurde demnach der fahrlässigen Tötung schuldig befunden. Ihm sei bekannt gewesen, dass beim Papiersammeln jeweils sechs Schüler auf dem Trittbrettern am Lastwagenheck mitfuhren; erlaubt sind nur drei Personen. Indem er diese Vorschrift nicht durchgesetzt habe, sei er "pflichtwidrig untätig geblieben", so das Gericht.
Der 57-Jährige wurde zu einer bedingten Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu je 280 Franken (42'000 Franken) bei einer Probezeit von zwei Jahren verurteilt. Ausserdem muss er eine Busse von 4500 Franken bezahlen und die amtlichen Kosten übernehmen.
Freigesprochen wurden dagegen ein bei der Papiersammlung beteiligter Lehrer. Zwar hatte der das Amsstatthalteramt das Verfahren gegen ihn eingestellt, doch hatte ein Privatkläger dagegen Rekurs erhoben.
Die Pflicht des Angeklagten habe darin bestanden, im vorgegebenen Rahmen für Ordnung zu sorgen, heisst es im Urteil. Dass er diese Pflicht verletzt habe, sei nicht erwiesen.

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SDA-ATS