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Zoltan Kocsis während eines Konzerts der Ungarischen Nationalphilharmonie: Der Dirigent und Pianist starb am Sonntag nach langem, schwerem Leiden. (Archivbild)

KEYSTONE/ANSA / EPA FILE/ALESSANDRO DI MEO

(sda-ats)

Der ungarische Dirigent und Pianist Zoltan Kocsis ist im Alter von 64 Jahren gestorben. Dies teilte die Ungarische Nationalphilharmonie, deren musikalischer Leiter Kocsis war, der Nachrichtenagentur MTI mit.

Der Musiker sei am Sonntag einem langen, schweren Leiden erlegen, hiess es bei der Agentur. Kocsis war über Jahrzehnte eine der prägenden Gestalten des ungarischen Musiklebens.

Sein markantes, präzises Klavierspiel machte ihn auch zu einem international gefragten Solisten. Er galt etwa als erstrangiger Interpret des Werks des ungarischen Komponisten Bela Bartok (1881-1945). Als Pianist spielte er dessen gesamte Klavierkompositionen.

"Zoltan Kocsis war ein musikalischer Riese, eines der seltenen Genies", schrieb der Dirigent Ivan Fischer auf seiner Facebook-Seite. "Seine Wirkung auf seine gesamte Generation ist unermesslich."

Kocsis hatte 1983 zusammen mit Fischer das Budapester Festivalorchester gegründet. Seit 1997 war er musikalischer Leiter der Ungarischen Nationalphilharmonie. Zuletzt musste er sich mehreren Herzoperationen unterziehen. Im Vormonat hatte die Nationalphilharmonie sämtliche Auftritte des Dirigenten und Pianisten unter Berufung auf seinen Gesundheitszustand abgesagt.

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SDA-ATS