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New York/Los Angeles - Ärger für den Oscar-Favoriten "The Hurt Locker": Eine Woche vor der Vergabe des begehrtesten Filmpreises der Welt wurde bekannt, dass einer der Produzenten die Jury zum Votum für seinen Film gedrängt haben soll.
Nach Angaben der "Los Angeles Times" schrieb Nicolas Chartier den Juroren eine E-Mail und forderte sie auf, für seinen Film abzustimmen und nicht für "diesen 500-Millionen-Dollar-Film" - ein klarer Seitenhieb auf den anderen grossen Favoriten "Avatar", der der teuerste Film der Kinogeschichte ist. Chartier hat sich bereits für seinen "äusserst unangebrachten" Brief entschuldigt.
Dem Produzenten drohen jetzt Konsequenzen. Unklar ist allerdings, welche das sein könnten. "Es wird keinen Kommentar wegen der Verletzung der Regeln geben bis die Abstimmung beendet ist. Dann wird es vielleicht eine Stellungnahme geben, vielleicht nicht", zitiert das Blatt die Academy. Die Juroren können bis Dienstag, 17 Uhr Ortszeit (Mittwoch, 2.00 Uhr deutscher Zeit) ihre Stimme für den besten Film abgeben.
Angeblich werden hinter verschlossenen Türen schon Sanktionen diskutiert, etwa eine öffentliche Rüge. Das sei einigen aber zu wenig. Eine andere Möglichkeit sei, Chartier für immer von einer möglichen Aufnahme in die Academy auszuschliessen.
Die Oscar-Juroren haben sich bisher sehr empfindlich gezeigt, wenn es um die Verletzung ihrer Regeln ging. So bekamen vor zehn Jahren die Produzenten von "Tiger and Dragon" Ärger, weil sie der Jury eine DVD und eine Videokassette ihres Films geschickt hatten - es darf aber nur jeweils ein Format eingereicht werden.
Sowohl "The Hurt Locker" von Kathryn Bigelow als auch "Avatar" von ihrem Ex-Mann James Cameron sind für neun Oscars nominiert.

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SDA-ATS