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Ein jemenitisches Flüchtlingsmädchen füllt in einem Flüchtlingslager Wasser in Eimer. Den Einwohnern Jemens droht eine Hungersnot, warnen die Vereinten Nationen. (Archiv)

KEYSTONE/AP/MOSA'AB ELSHAMY

(sda-ats)

Im Jemen droht nach fast zwei Jahren Bürgerkrieg eine Hungersnot. Mehr als zwei Millionen Kinder und gut eine Million Erwachsene seien schon akut unterernährt, sagte Stephen O'Brien, Nothilfekoordinator der Vereinten Nationen, am Mittwoch in Genf.

Mehr als zwei Drittel der rund 27 Millionen Einwohner seien auf Hilfe angewiesen. Die Vereinten Nationen bräuchten 2,1 Milliarden Dollar, um zwölf Millionen besonders gefährdeten Menschen zu helfen.

"Zwei Jahre Krieg haben den Jemen verwüstet, und Millionen Kinder, Frauen und Männer brauchen dringend Hilfe", sagte O'Brien. "Ohne internationale Hilfe droht 2017 eine Hungersnot."

Das Land auf der Arabischen Halbinsel litt schon vor dem Konflikt unter Nahrungsmittel- und Wasserknappheit. Schiitische Rebellen, die Huthis, nutzten die desolate Lage 2015 für einen Aufstand gegen die sunnitische Regierung.

Seitdem sind bei Kämpfen mehr als 7000 Menschen umgekommen und mehr als zwei Millionen vertrieben worden. Eine saudisch geführte Militärkoalition unterstützt die Regierung und fliegt Angriffe auf Huthi-Stellungen.

SDA-ATS

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