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Aadaisse - Einen Tag nach dem schweren Zwischenfall an der israelisch-libanesischen Grenze mit vier Toten haben die Vereinten Nationen die israelische Darstellung des Zwischenfalls in einem zentralen Punkt bestätigt.
Die israelischen Soldaten hätten sich auf eigenem Staatsgebiet befunden, als der Schusswechsel an der Grenze ausgebrochen sei, erklärte die Libanon-Schutztruppe Unifil am Mittwoch. Die Soldaten waren unter Beschuss aus Libanon geraten, als sie am Grenzzaun einen Busch beschnitten.
Die in der sensiblen Grenzregion im äussersten Norden Israels stationierte UNO-Truppe kam nach einer Untersuchung zu dem Ergebnis, dass der Busch sich zwar jenseits des Grenzzauns, aber südlich der "blauen Linie" - und damit auf israelischem Territorium - befunden habe, die nach dem Rückzug Israels aus dem Libanon im Jahr 2000 von den Vereinten Nationen als Grenzlinie festgelegt worden war.
Ein Regierungssprecher in Jerusalem sagte, die UNO-Ermittlungen bestätigten, dass Israel ohne vorherige Provokation grundlos angegriffen worden sei. Laut Medienberichten sieht die Regierung einen einzelnen libanesischen Kommandanten als Verantwortlichen für den Ausbruch der Gewalt. Er habe libanesische Scharfschützen angewiesen, das Feuer zu eröffnen.
Verteidigungsminister Ehud Barak sagte, die Armee habe mit Mässigung auf die libanesischen "Provokationen" reagiert. Der Vorfall dürfe nicht zu einer grösseren Krise in der Region führen, Israel wolle "keine Eskalation". Jerusalem forderte Paris und Washington zudem auf, Waffenlieferungen an das libanesische Militär künftig zu unterlassen.
Libanon will zurückschlagen
Libanon sieht derweil Israel als verantwortlich für die blutige Auseinandersetzung. Ein Militärsprecher deutete an, dass sich derartige Zwischenfälle wiederholen könnten. "Wir werden im Falle einer erneuten israelischen Aggression zurückschlagen", sagte er.
Auch die in Südlibanon operierende radikale Schiiten-Miliz Hisbollah drohte mit ihrem Eingreifen, sollten die Gefechte anhalten. Ihr Führer Scheich Hassan Nasrallah hatte das Gefecht am Dienstagabend als "heroisch" gelobt.
Während des Feuergefechts waren ein israelischer Offizier, zwei libanesische Soldaten und ein libanesischer Journalist getötet worden. Der schwerwiegendste Zwischenfall an der Nordgrenze Israels seit Ende des Libanon-Kriegs 2006 hat die Furcht vor einem neuen Krieg weiter angeheizt.

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SDA-ATS