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UNO-Flüchtlingskommissar fordert neue legale Einreisewege

UNO-Flüchtlingskommissar Antonio Guterres fordert neue Wege zur legalen Einreise, um den Schlepperbanden Einhalt zu gebieten. Die europäische Mission "Triton" zur Grenzsicherung in Küstennähe genügt laut Guterres nicht.

Man müsse jenen Menschen, die ein Anrecht darauf haben, Schutz garantieren, erklärte der Flüchtlingskommissar in einem am Montag in der Zeitung "Le Temps" erschienenen Interview.

Zwar befänden sich unter den Migranten, die das Mittelmeer überquerten, auch Wirtschaftsflüchtlinge. Bei der Mehrheit handle es sich aber um Menschen, die vor echter Verfolgung fliehen würden, besonders aus Syrien und Eritrea. Der Weg über das Mittelmeer gehöre zu den "tödlichsten Routen der Welt" im Jahre 2014, sagte Guterres weiter.

Um neue humanitäre Tragödien zu vermeiden, brauche es eine Mission grösseren Umfangs als "Triton", so wie "Mare Nostrum", erklärte Guterres. Die für "Triton" bereitgestellten Mittel sind um einiges geringer als diejenigen für den italienischen Rettungseinsatz "Mare Nostrum", der im November eingestellt wurde.

Nötig ist laut Guterres zudem eine gemeinsame und harmonisierte Asylpolitik in Europa. Europa verbarrikadiere sich nicht nur gegen aussen, sogar innerhalb Europas gäbe es Mauern. Die unterschiedliche Asylpraxis in Europa führe zu Ungleichgewichten.

Guterres kritisierte im Interview zudem die Abkehr der traditionellen Parteien vom Kampf um Ideologie und Werte. Damit überliessen diese das Feld einerseits dem radikalen Islam, andererseits den populistischen und mehr oder weniger fremdenfeindlichen Kräften.

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