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Bis 2015 soll kein Mensch mehr an Malaria sterben. Das hat sich die UNO mit ihrem Anti-Malaria-Projekt vorgenommen. Um das Ziel zu erreichen, rechnet die UNO mit 3,2 Milliarden Dollar (rund 2,9 Milliarden Franken).

"In unserer Welt des Überflusses gibt es keine Entschuldigung für den Verzicht auf kluge und bezahlbare Investitionen in die Malaria-Bekämpfung", sagte UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon mit Blick auf den Welt-Malaria-Tag vom Mittwoch.

Neben der Entwicklung neuer Medikamente setzt das UNO-Projekt vor allem auf die Verteilung von Moskitonetzen in Afrika. "Durch den Einsatz von Bettnetzen, Insektensprays und Medikamenten sind grosse Fortschritte gemacht worden", sagte der UNO-Sondergesandte für Malaria, Ray Chambers, am Montag (Ortszeit).

Chambers zitierte aus einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO), wonach die Zahl der von Malaria verursachten Todesfälle bis 2010 um ein Drittel zurückgegangen sei. Seitdem seien weitere 160 Millionen Bettnetze verteilt worden. "Deshalb erwarten wir, dass die Zahl der Toten nun deutlich niedriger ist."

Instruktionen verlangt

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) forderte am Dienstag, die Netze nicht nur zu verteilen, sondern auch den richtigen Gebrauch zu erklären. Es müsse Menschen geben, die zu den Familien nach Hause gingen und ihnen zeigten, wie sie die Netze richtig verwendeten, hiess es in einer Mitteilung. Die Nutzung steige dann um 23 Prozent.

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen forderte unterdessen die Regierung des Kongo und internationale Hilfsorganisationen zu Soforthilfemassnahmen auf. In den eigenen Projekten habe sich die Zahl der Patienten zwischen 2009 und 2011 mehr als verdreifacht. "Die bestehenden Präventions- und Behandlungsprogramme sind überfordert", hiess es in einer Mitteilung.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vom Dezember 2011 sterben jährlich rund 650 000 Menschen weltweit an Malaria. 91 Prozent davon in Afrika. Die Krankheit wird durch die Stechmücke Anopheles übertragen.

SDA-ATS