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Mit einem persönlichen Appell hat UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon für Millionen Menschen in Entwicklungsländern den Zugang zu Elektrizität gefordert. "Kinder können im Dunklen nicht lernen", sagte er am Montag in Brüssel bei einer EU-Konferenz zu nachhaltiger Energieversorgung.

"Geschäfte und Wirtschaft können nicht wachsen ohne Strom." Einer von fünf Menschen weltweit habe keinen Zugang zu moderner Energieversorgung - er selbst sei einer davon gewesen.

"Ich habe im Schein einer Kerosinlampe gelernt. Können Sie das glauben? Heute stehe ich vor Ihnen als UNO-Generalsekretär", sagte der Koreaner. Nach dem Koreakrieg sei sein Land in den 1960er Jahren verwüstet und viele Menschen vom Strom abgeschnitten gewesen.

Strom Schlüssel für Entwicklung

Ban Ki Moon bekräftigte seine Forderung, dass bis zum Jahr 2030 alle Menschen auf der Welt Zugang zu Elektrizität haben sollten. Drei Milliarden Menschen nutzten derzeit Holz, Kohle oder Exkremente von Tieren zum Kochen und Heizen. Das müsse sich ändern, weil Elektrizität ein Schlüssel für die Entwicklung eines Landes sei.

Bei der Konferenz sagte EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso 50 Millionen Euro in den kommenden zwei Jahren zu, um die Energieversorgung in Entwicklungsländern zu verbessern.

Erneuerbare Energien für Afrika

Dank der neuen Initiative der EU-Kommission könnten 500 Millionen Menschen bis zum Jahr 2030 mit Elektrizität versorgt werden. Die Kommission habe in den vergangen fünf Jahren rund eine Milliarde Euro für Stromprojekte in Entwicklungsländern ausgegeben.

"Der Zugang zu Energie kann den Unterschied zwischen Wachstum und Stagnation bedeuten", sagte Barroso. Viele Länder Afrikas hätten beispielsweise hervorragende Voraussetzungen, um erneuerbare Energien auf Basis von Sonne, Wind und Biomasse zu produzieren.

Die EU wolle helfen, dieses Potenzial zu nutzen. Das Treffen in Brüssel soll als Vorbereitung für den im Juni angesetzten UNO-Umweltgipfel Rio+20 in Brasilien dienen.

SDA-ATS