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Rohingya am Grenzfluss zwischen Myanmar und Bangladesch: Tausende flüchten vor den Kämpfen in ihrer Heimat, doch auch die Flucht endet oft tödlich.

KEYSTONE/AP/BERNAT ARMANGUE

(sda-ats)

UNO-Generalsekretär António Guterres hat vor einer humanitären Katastrophe im Westen Myanmars gewarnt. Nach dem Tod von etwa 400 Menschen binnen einer Woche rief Guterres die Sicherheitskräfte des Landes zur Zurückhaltung auf.

Guterres sei "zutiefst besorgt über Berichte von Exzessen" bei Einsätzen von Sicherheitskräften des Landes im Bundesstaat Rakhine, teilte ein UNO-Sprecher am Freitag in New York mit.

Die Armee des südostasiatischen Landes hatte zuvor mitgeteilt, bei Kämpfen seien innerhalb einer Woche 370 "Terroristen" der muslimischen Minderheit Rohingya getötet worden. Zudem seien 15 Sicherheitskräfte und 14 Zivilisten getötet worden.

WFP zieht sich aus Rakhine zurück

Das Welternährungsprogramm (WFP) stellt angesichts der Gewalt seine Hilfe in Rakhine ein. Grund hierfür sei die Unsicherheit in der Region, teilte das WFP am Samstag mit. Die Hilfsorganisation stimmt sich nach eigenen Angaben mit den Behörden ab, um die Nahrungsmittelhilfen "so schnell wie möglich" wieder aufzunehmen.

Die Behörden in Myanmar hatten Hilfsorganisationen, darunter dem WFP, wiederholt vorgeworfen, es zugelassen zu haben, dass die Lebensmittelrationen in die Hände von Rohingya-Rebellen fielen, die für die jüngste Gewalteskalation verantwortlich gemacht werden.

Die Organisationen werden regelmässig beschuldigt, auf Seiten der Rohingya zu stehen. Seit 2012 waren rund 120'000 Menschen in Flüchtlingslagern von Hilfen abhängig.

Gewalt eskaliert

Der Konflikt im Bundesstaat Rakhine hatte vor einer Woche eine neue Eskalationsstufe erreicht, nachdem Rohingya-Rebellen Polizei- und Armeeposten im Norden der Provinz angegriffen hatten. Tausende Menschen flohen ins Nachbarland Bangladesch, dutzende ertranken in einem Grenzfluss. Am Freitag sassen nach UNO-Angaben noch rund 20'000 Rohingya an der Grenze zu Bangladesch fest.

Weite Teile der buddhistischen Mehrheit in Myanmar betrachten die Rohingya als illegale, staatenlose Einwanderer aus Bangladesch, obwohl viele von ihnen schon seit Generationen in Myanmar leben. Die in bitterer Armut lebenden Muslime gelten als eine der am meisten verfolgten Minderheiten der Welt.

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SDA-ATS