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UNO prangert weltweit grassierende Diskriminierung an

Dieser Inhalt wurde am 09. Dezember 2009 - 16:56 publiziert
(Keystone-SDA)

Genf - Die UNO hat am Vortag des internationalen Tags der Menschenrechte ein düsteres Bild der weltweit grassierenden Diskriminierung gezeichnet. Frauen, Minderheiten, Flüchtlinge und Migranten seien Opfer von Unterdrückung.
Der diesjährige Tag der Menschenrechte nimmt sich der Frage der Diskriminierung an. Die UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte, Navi Pillay, rief dazu auf, jede einzelne Person solle konkret und dauerhaft mithelfen um die Diskriminierungen zu beenden.
Frauen verrichten laut Pillay zwei Drittel der weltweiten Arbeitszeit und sorgten für die Hälfte der Nahrungsmittelproduktion. Dafür erhalten sie zehn Prozent des Welteinkommens und halten ein Prozent des Grundbesitzes, sagte die UNO-Expertin zur Ungleichverteilung in Genf.
Auch Minderheiten wie Ureinwohner gehören zu den Unterdrückten und sind stark bedroht. Die 370 Millionen Ureinwohner machen etwa fünf Prozent der Weltbevölkerung aus, aber 15 Prozent der Ärmsten dieser Welt.
Rassendiskriminierung sei weltweit feststellbar und sei eine der gefährlichsten Formen von Unterdrückung. Aber auch Diskriminierung aus Gründen der Religion oder des Glaubens könne zerstörerisch sein.
Pillay zählte noch weitere Gruppen auf, die diskriminiert werden: Behinderte, Staatenlose, Homosexuelle und betagte Menschen.
Fast alle Menschen verhielten sich diskriminierend, oft ohne sich bewusst zu sein, was sie da eigentlich täten, gab Pillay zum Tag der Menschrechte zu bedenken. Der Gedenktag wird jeweils am 10. Dezember begangen, in Erinnerung an die Verkündung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der UNO am 10. Dezember 1948.

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