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Die Welt hat nach Einschätzung der UNO bei fast keinem ihrer Umweltschutzziele nennenswerte Fortschritte gemacht. Nur bei vier von einst 90 formulierten Vorhaben seien grössere Erfolge erzielt worden, teilte das UNO-Umweltprogramm UNEP am Mittwoch mit.

Es werde mittlerweile deutlich weniger ozonschädigendes Gas in die Atmosphäre gejagt, die Meere weniger verschmutzt, in Kraftstoffen ist weniger Blei und mehr Menschen haben Zugang zu sauberem Wasser.

Bei etwa 40 weiteren Zielen gebe es gewisse Verbesserungen - bei den übrigen praktisch keine. "Die Stunde ist gekommen, um die Lähmung und die Unentschiedenheit zu überwinden", sagte UNEP-Direktor Achim Steiner bei der Vorstellung des "GEO-5" genannten Berichts in Rio de Janeiro.

"Wir müssen die Fakten anerkennen und die Herausforderungen für die Menschheit angehen." Es sei dringend ein Kurswechsel in der Umweltpolitik nötig - und der bevorstehende UNO- und Nachhaltigkeitsgipfel "Rio+20" sei eine Chance, die nur einmal in einer Generation vorkomme.

Ban noch vorsichtig optimistisch

Die Studie kritisiert vehement den schleppenden Prozess bei der Durchsetzung international vereinbarter Umweltziele. Gewisse Erfolge habe es bei Punkten wie Abholzung gegeben. Aber in weiten Teilen wurde es nicht besser, manchmal gar schlechter.

Der Bericht nennt Überfischung, Dürren und Klimawandel. Wenn der Trend so weitergehe und die Verhaltensweisen von Produktion und Verbrauch natürlicher Ressourcen nicht umgekehrt werden könnten, dann erlebten die Regierungen eine beispiellose Dimension von Schäden und Verlusten, sagte der Deutsche Steiner.

UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon sagte, er sei "vorsichtig optimistisch", dass weitere Gespräche vor dem Gipfel in Rio doch noch zu einem Ergebnis führen könnten.

Der Umweltbericht der UNEP solle den Entscheidungsträgern der Konferenz vom 20. bis 22. Juni in Rio helfen, die Weichen für eine umfassende nachhaltige Entwicklung zu stellen, betonte Steiner.

Kollaps droht

Mit Blick auf die Klimaänderung warnen Wissenschafter in einer gleichentags veröffentlichten Studie vor einem unwiderruflichen Kollaps des globalen Ökosystems.

Dieses könnte plötzlich kippen und nicht, wie allgemein angenommen, über Jahrhunderte hinweg langsam zusammenbrechen, warnten sie in einer vom Fachmagazin "Nature" veröffentlichten Studie. Ohne Gegenmassnahmen könnte der "kritische Punkt" schon bald erreicht sein, mahnten sie

SDA-ATS