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Anderthalb Monate nach der von Betrugsvorwürfen überschatteten Bürgermeisterwahl im russischen Astrachan geht der hungerstreikende Oppositionspolitiker Oleg Schein gerichtlich gegen das Ergebnis vor. Er verlangt, dass die Wahl annulliert wird.

Schein veröffentlichte in seinem Blog am Montag Dokumente, die er nach eigenen Angaben deswegen bei Gericht eingereicht hat. Aus Protest gegen die mutmasslichen Manipulationen befindet sich Schein seit 32 Tagen in einem Hungerstreik.

Der Politiker der Oppositionspartei Gerechtes Russland geht davon aus, dass er die Bürgermeisterwahl am 4. März gewonnen hat, das Ergebnis aber zugunsten des Kandidaten der Kreml-Partei Einiges Russland manipuliert wurde.

Schein flog am Montag nach Moskau, um dort mit dem Chef der Zentralen Wahlkommission, Wladimir Tschurkow, über seine Vorwürfe zu sprechen. "Ich bin sicher, er wird sich für das, was wir während der Wahl in Astrachan beobachtet haben, sehr schämen", sagte Schein am Sonntagabend dem Fernsehsender Doschd.

"Ich habe genug Adrenalin von meinen Mitbürgern und Menschen im ganzen Land, so dass ich noch ein Weilchen länger auf den Beinen bleiben kann", sagte der durch den Hungerstreik schon geschwächte Oppositionspolitiker. Er hat bereits 11,5 Kilogramm verloren.

Scheins Aktion wird regelmässig von Demonstrationen unterstützt. Am Wochenende protestierten in Astrachan rund 4000 Menschen für ihn, darunter auch der kremlkritische Blogger Alexej Nawalny. Allerdings brachte der Sieger der Bürgermeisterwahl ähnlich viele Anhänger auf die Strasse.

SDA-ATS