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Unzufriedene Jugendliche konsumieren eher Alkohol und Drogen

Dieser Inhalt wurde am 20. Oktober 2009 - 11:36 publiziert
(Keystone-SDA)

Bern - Jugendliche, die unzufrieden sind, trinken, rauchen oder kiffen eher als Gleichaltrige, die sich wohl fühlen. Dies zeigt eine Schülerbefragung der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA).
Laut der Befragung, an der 8600 Jugendliche aus allen Schweizer Landesteilen im Alter zwischen 11 und 15 Jahren teilnahmen, sind 13 Prozent aller Schülerinnen und Schüler mittelmässig bis wenig mit ihrem Leben zufrieden, teilte die SFA am Dienstag mit.
Gab ein Jugendlicher gleichzeitig an, mehrmals wöchentlich oder täglich unter mehreren psychischen Beschwerden wie Müdigkeit, Traurigkeit oder Nervosität zu leiden, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass dieser Alkohol, Cannabis oder insbesondere Zigaretten konsumiert. Diese Jugendlichen seien auch häufiger aggressiv.
Ein Grund für den Griff zu den Suchtmitteln könnte laut der SFA sein, dass Jugendliche versuchen, ihre Sorgen und Probleme zu verdrängen. Eltern, Lehrer sowie Personen aus dem nahen Umfeld der jungen Menschen seien diesbezüglich gefordert, die Motive für den Konsum zu erkennen und zu hinterfragen, schreibt die Fachstelle.
In der Befragung gab mehr als ein Fünftel an, innert des letzten halben Jahres mehrmals wöchentlich oder täglich unter mehreren psychischen Beschwerden gelitten zu haben. Davon sind Mädchen weit öfters betroffen als Jungen.
Die Angaben wurden 2006 in einer Schulstunde erhoben. Die Teilnahme war freiwillig, die Fragen konnten anonym beantwortet werden.

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