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Bogotá - Zwei Monate vor der Präsidentenwahl steuert in Kolumbien das konservative Lager auf eine Bestätigung seiner Mehrheit im Parlament zu. Für die mit dem bisherigen Präsidenten Alvaro Uribe verbündeten Parteien zeichnete sich zumindest im Senat eine klare Führung ab.
Nach Auszählung von elf Prozent der Stimmen erreichten Uribes Partei U sowie die Konservative Partei gemeinsam knapp 47 Prozent der Stimmen im Oberhaus.
Uribes Regierung wird bislang zudem von mehreren kleineren Gruppierungen unterstützt. Die oppositionelle Liberale Partei lag der Wahlkommission zufolge bei 16,6 Prozent, die Demokratische Pole Partei bei 6,7 Prozent.
Bei der Auszählung fürs Repräsentantenhaus kam es zu Verzögerungen. Zur Wahl standen 102 Sitze im Senat sowie 166 Abgeordnete im Unterhaus.
Uribe darf am 30. Mai nicht mehr kandidieren. Für die Konservativen tritt dann der ehemalige Verteidigungsminister Juan Manuel Santos an, der in den Umfragen derzeit vorne liegt. Er vertritt wie Uribe eine harte Haltung im Kampf gegen die links-radikale Farc-Guerilla und den Drogenhandel.Stimmen gekauft
Nach Angaben internationaler und einheimischer Wahlbeobachter war die Wahl von massiven Stimmenkäufen überschattet. Nicht die Gewalt sei dieses Mal das Problem, sondern das weit verbreitete Phänomen des Stimmenkaufs, sagte der Chef der Beobachtermission der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), Enrique Correa, nach Schliessung der Wahllokale.
Mitglieder seiner Mission hätten beobachtet, wie alte und behinderte Menschen zur Stimmabgabe für einen bestimmten Kandidaten genötigt worden seien; in anderen Fällen hätten sich Wähler für ihr Votum bezahlen lassen.
Vom Stimmenkauf vor allem betroffen waren nach den Worten des kolumbianischen Wahlbeobachters Pedro Santana die Hochburgen der früheren Todesschwadronen im Nordwesten des Landes. Er gehe davon aus, dass die meisten Stimmenkäufer dort auf Rechnung der rechtsgerichteten ehemaligen Paramilitärs gearbeitet hätten, sagte Santana.
Zuvor waren Absprachen zwischen Kandidaten und rechtsgerichteten Paramilitärs bekanntgeworden: Die Paramilitärs sollen den Politikern demnach gegen Straffreiheit ihre Unterstützung zugesichert haben.

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SDA-ATS