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Der Bestand von Wölfen soll von den Kantonen reguliert werden können. Nach dem Wallis wird auch in Uri eine entsprechende kantonale Volksinitiative lanciert.

KEYSTONE/GRUPPE WOLF SCHWEIZ

(sda-ats)

In Uri lancieren die Bauern eine kantonale Volksinitiative gegen Grossraubtiere wie den Wolf. Dies hat der Bauernverband an einer Versammlung am Freitag einstimmig beschlossen. Er will erreichen, dass der Bestand an Grossraubtieren reguliert werden kann.

Bauernverband-Vorstandsmitglied Margrith Loretz bestätigte auf Anfrage Informationen der Online-Ausgabe der "Urner Zeitung" vom Samstag. Für das Zustandekommen des Volksbegehrens sind 600 Unterschriften nötig. Eine Sammelfrist gibt es keine.

Die rund hundert Anwesenden an der Versammlung in Erstfeld hätten den Beschluss für die Lancierung der Initiative in einer Konsultativabstimmung einstimmig gefasst, sagte Loretz der Nachrichtenagentur sda. Mit der Unterschriftensammlung solle baldmöglichst begonnen werden.

Einfuhr verbieten

Der Urner Bauernverband will, dass der Kanton Vorschriften zum Schutz vor Grossraubtieren erlässt. Diese sollen eine Beschränkung des Bestandes vorsehen sowie eine Regulierung. Zudem will der Verband die Förderung und die Einfuhr von Grossraubtieren verbieten.

Nach Ansicht des Bauernverbands handelt der Urner Regierungsrat zu zögerlich. Es müsse zwingend etwas gegen die Bedrohung und Schäden von Wölfen unternommen werden, sagte Margrith Loretz vom Urner Bauernverband. Die Tiere kämmen immer öfter an Siedlungen heran und würden in Ställe eindringen. Die Gefahr für Schäden an Nutztieren werde immer grösser.

Im Wallis war im Februar von Exponenten aus den Reihen von CVP und CSP Oberwallis eine ähnliche Initiative eingereicht worden. Mit dieser soll der Bestand an Grossraubtieren reguliert werden können. Der Kanton könnte selbst entscheiden, wie viele Wölfe oder Luchse in den Wäldern des Kantons für eine ausgeglichene Fauna geduldet werden.

Das Ansinnen widerspricht allerdings der Berner Konvention. Diese schützt gewisse Wildtierarten wie den Wolf wegen ihrer geringen Anzahl.

Wachsender Unmut

In Uri wächst der Unmut über die Präsenz des Wolfs. Das Kantonsparlament überwies im Februar eine Empfehlung der SVP für schärfere Massnahmen gegen das Wildtier und sprach sich etwa für wolfsfreie Zonen aus. Was die Regierung damit macht, ist allerdings unklar. Sie hatte sich für ein Nebeneinander zwischen Wolf und Landwirtschaft ausgesprochen sowie für einen verbesserten Herdenschutz und ein angepasstes Wolfskonzept plädiert.

Im Bergkanton Uri weiden im Sommer jeweils auf über 60 Alpen im Schnitt über 15'000 Schafe. 2016 riss ein Wolf italienischer Abstammung im Frühjahr und Sommer über 70 Nutztiere. Der Rüde wurde nach fast zweiwöchiger Jagd Ende Juli erschossen. Es handelte sich um den ersten Wolf nach 160 Jahren, der in Uri erlegt wurde. Zuvor hatten bereits Wilderer illegal Jagd auf das Tier gemacht und dieses verwundet.

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SDA-ATS