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US-Aussenminister John Kerry will die Türkei bei Bemühungen um Frieden im Nahen Osten stärker ins Boot holen. Nach Gesprächen mit der türkischen Regierung rief Kerry Ankara am Sonntag zu einer vollständigen Versöhnung mit der israelischen Führung auf.

"Wir möchten, dass diese Beziehung, die für Stabilität im Nahen Osten und den Friedensprozess wichtig ist, (...) wieder ganz auf den richtigen Weg kommt", sagte Kerry zusammen mit dem türkischen Aussenminister Ahmet Davutoglu vor den Medien in Istanbul.

Die einst engen Beziehungen der beiden Staaten waren wegen des tödlichen israelischen Angriffs auf das türkische Schiff "Mavi Marmara" zeitweise weitgehend eingefroren. Seitdem sich Israel im März für den Vorfall entschuldigt hat, herrscht Tauwetter.

Davutoglu forderte Israel am Sonntag auf, alle gegen die Palästinenser verhängten Blockademassnahmen zu beenden. Dies sei Voraussetzung für eine vollständige Normalisierung.

Ankara soll auf Palästinenser einwirken

Türkischen Berichten zufolge wollen die USA die Türkei wieder stärker in Bemühungen um eine Friedenslösung einbinden. Die Regierung in Ankara soll dabei ihren Einfluss auf die Palästinenser nutzen. Kerry und Davutoglu sprachen auch über den Bürgerkrieg in Syrien und den Atomstreit mit dem Iran.

Israel und die Palästinenserführung äusserten sich skeptisch über die Möglichkeit einer türkischen Vermittlung. Der palästinensische Aussenminister Riad Malki sagte dem palästinensischen Radio und Fernsehen, die strategischen Beziehungen zwischen Israel und der Türkei seien noch nicht wieder wie früher. Daher wäre eine Vermittlung Ankaras vermutlich nicht effektiv.

Der israelische Minister für strategische Angelegenheiten, Juval Steinitz, sagte am Sonntag, es gebe keine Alternative zu direkten Gesprächen zwischen Israel und den Palästinensern. Er halte es für unwahrscheinlich, dass Kerry die Türkei um Vermittlung bitten werde.

Kerry traf am Sonntag auch den türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan. Der US-Aussenminister wurde noch am Sonntagabend in Ramallah zu Gesprächen mit der Palästinenserführung und am Montag in Israel erwartet.

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SDA-ATS