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Der pakistanische Top-Terrorist Mohammad Ilyas Kashmiri ist bei einem US-Drohnen-Angriff im Grenzgebiet zu Afghanistan getötet worden. Der Tod des 47-Jährigen, der in enger Verbindung zum Terrornetzwerk Al-Kaida stand, wurde am Samstag vom angeblichen Sprecher seiner militanten Gruppierung, Abu Hanzla, bestätigt.

Der Angriff ereignete sich bereits am Freitag. Kashmiri habe sich in einem Dorf im Stammesgebiet Süd-Waziristan aufgehalten, auf das drei Raketen abgefeuert worden seien. Dabei starben insgesamt acht Menschen, berichtete ein pakistanischer Geheimdienstmitarbeiter, der namentlich nicht genannt werden wollte.

Die Bestätigung des Todes durch Abu Hanzla geschah in Form einer handschriftlich auf Urdu verfassten Botschaft, die eingescannt und per e-Mail an Journalisten versandt wurde. Nach Angaben eines örtlichen Fernsehsenders wurde der Tod auch von nicht namentlich genannten Offiziellen bestätigt.

Kashmiri stand seit August 2010 auf der UNO-Liste der meistgesuchten Terroristen. Er war Anführer der Terrororganisation Harakat ul-Dschihad Islami (Bewegung für den islamischen Kampf) und gilt als Kommandant für Al-Kaida-Angriffe auf dem indischen Subkontinent.

Anschlag in Indien

Im Februar 2010 bekannte sich Kashmiri zu der verheerenden Attacke auf das Lokal "German Bakery" in der indischen Stadt Pune. Bei der Bombenexplosion wurden mindestens 17 Menschen getötet. Unter den rund 60 Verletzten war auch eine Deutsche.

Kashmiri wurde am 2. Januar oder 10. Februar 1964 in dem Dorf Bhimper im Samahani-Tal des pakistanischen Teils von Kaschmir geboren. Bereits als junger Mann kämpfte er in den 1980er Jahren auf der Seite der Taliban gegen die sowjetischen Besatzer in Afghanistan. Danach schloss er sich islamistischen Rebellen in seiner Heimat Kaschmir an und bekämpfte die Regierung Pakistans.

Im September 2009 war er schon einmal für tot erklärt worden, nachdem bei einem US-Angriff mit einer Drohne in der pakistanischen Region Nord-Waziristan mehrere Terroristen getötet worden sein sollten. Kurz danach meldete er sich allerdings zurück und kündigte in Interviews neue Anschläge an.

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SDA-ATS